20. November 2012

Safranträume von Andrea Reichart

 (M: Oldigor Verlag)

Die zarten Safranstempel wurden bereits vor Jahrhunderten als kostbar gehandelt. So kostbar und zart, wie die Seiten von dem Roman “Safranträume” aus der Feder der Autorin Andrea Reichart.
Seit dem 26.Oktober 2012 kann dieses, im Oldigor Verlag erschiene Werk, erstanden werden.
201 Seiten verzaubern und reißen mit, in eine Geschichte, die überall auf der Welt, vielleicht genauso passieren kann …

Johannes Sorglos führt sein Hotel nun schon seit unzählbaren Zeiten, er hat viele Lebensgeschichten in seinem Hause erlebt, aber die von Roger und Lara zieht ihn mitten hinein.

Mit 14 Jahren sind die beiden Teenager Lara und Roger zu den besten Freunden geworden, doch die Eltern von Lara haben einen anderen Plan.
Aufgrund eines Erbes haben diese sehr viel Geld, welches sie für den Tierschutz ausgeben, was zur Folge hat, dass sie mit ihrer Tochter quer durch die Welt reisen.
Lara will das Ganze nicht mehr, in Roger hat sie endlich das gefunden, was sie sich mehr als alles auf der Welt gewünscht hat … Geborgenheit.
Roger liebt Lara über alles, auch wenn er sehr schweigsam ist und weder richtig lesen und schreiben kann, so akzeptiert ihn Lara, wie er ist.
Doch nun ist Lara fort und er fühlt sich wieder allein auf der Welt. Ohne Lara als Hilfe will er nicht mehr zur Schule gehen und das, obwohl er sehr gutes Potenzial hat.
Seine Mutter lässt ihm die Wahl, entweder er sucht sich einen Job oder er muss allein klarkommen.
Sorglos hat auch einen Notstand, wobei ihm Roger helfen kann, als Spülkraft und da er sowieso jeden Tag mit dem Hund des Direktors Gassi geht, ist das Hotel schon wie ein Zuhause für ihn.
Roger interessiert sich immer mehr für die Tätigkeiten als Koch und Laras Träume, aus ihrer “Safranwelt”, lassen ihn nicht los.
Die beiden Schreiben sich regelmäßig, wenn auch Lara mehr als Roger, doch eine Entdeckung im Internet, lässt ihm an allem Zweifeln … hat sein Wunsch ein Koch zu werden Sinn und ist Lara noch die gleiche …


  
                                                                                 (vom Oldigor Verlag genehmigt)

Safranträume hat nicht nur ein tolles Cover, sondern auch einen sehr guten Inhalt.
Ich brauche solche Bücher oft, um zwischendurch abzuschalten und der Schreibstil von der Autorin Andrea Reichart ist dafür perfekt.
Dieses Buch ist nichts Außergewöhnliches und doch besonders, weil es so normal ist. Gerade in der Zeit, wo Fantasy boomt und alles magisch sein muss, greife ich gern auf solche “normalen” Bücher zurück.
Roger und Lara sind einfach zum Liebhaben geschrieben, sie zeigten mir, dass egal, ob man zweifelt oder die Welt gegen jeden Wunsch zu sein scheint, es immer einen Weg geben wird, sich diesen zu erfüllen.
Beide Protagonisten fesseln, da Roger aber mehr im Vordergrund steht, hab ich ihn auch mehr in mein Herz geschlossen.

Ich mag es sehr, wenn Autoren mit einem belehrenden Thema auf die Leser drauf zu treten, hier ist das Thema der Tierschutz, speziell in den osteuropäischen Ländern ein großes Problem.
Doch Laras Eltern vernachlässigen darüber hinaus ihr eigenes Kind, was man Lara immer mehr und mehr im Laufe der Geschichte anmerkt.
Nur in dem Niederschreiben ihrer Fantasien scheint sie einen Weg gefunden zu haben, von ihrer realen Welt abschalten zu können.
Roger schaltet währenddessen mit dem Kochen ab und dem regen Interesse der Gewürz und Pflanzenkunde für neue Rezepte, was sehr interessant und teilweise ziemlich witzig war.
Das die Autorin die ganzen Nebencharaktere mit einbindet lässt die Geschichten schön ineinanderfließen.
Jeder Charakter und jede Geschichte ergänzt sich zur nächsten und je älter Roger und Lara werden, desto spannender entwickelt sich ihr Leben.
Roger, erst schüchtern und zurückgezogen, entwickelt sich immer mehr zum offenen und herzlichen Jungen, der seinen Traum verfolgt. Durch die Menschen, die ihn lieben, wird er immer wieder aufgebaut und geht noch mehr über sich hinaus.

Ich danke Andrea Reichart sehr, dass sie so einen beflügelnden Roman geschrieben und mich mit in Laras- und Rogers Safranwelt genommen hat.

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Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

ist schon eine etwas komische Geschichte oder? Roger, der nicht richtig lesen/schreiben kann und eine/seine Freundin Lara, die ihn so nimmt wie er ist. Wieso hilft sie Roger,denn nicht bei Lesen/Schreiben?
Oder möchtest Du da nicht zu viel verraten. Also da komme ich nicht ganz mit, sorry.

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Hallo Starone,

richtig, genau das sollt ihr beim lesen herausfinden, alles gehört zusammen :)

LG, Conny

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

nun preismäßig ist es knapp an meiner persönlich Schmerzgrenze.

Mal schauen..

LG..starone..