1. Dezember 2012

Die Bürde der Schatten von Susanne Klaffenböck-Pointecker

 (Cover von der Autorin zur Verfügung gestellt; gesetzt von Alexandra Oswald (ToMa Verlag))

Gefesselt wurde ich dieses Mal von “Die Bürde der Schatten”.
Die Autorin Susanne Klaffenböck-Pointecker hat ihren Debütroman bereits am 28. April 2012, zusammen mit dem Papierfresserchen - Verlag, herausgebracht.
Begleitet die Protagonistin Franziska auf 254 Seiten und durchlebt eine starke Gefühlswelt, mit allen Höhen und Tiefen.

Franziskas Geschichte beginnt im Jahr 1935. Krieg herrscht in der Welt und ihre Heimat befindet sich mitten darin - Deutschland.

Nachts durchlebt sie die größte Angst, denn dunkle Gestalten kommen zu ihr ans Nachtlager und Franziska hat keine Ahnung, was diese Wesen von ihr erwarten.
Ihr Vater hält sie für verrückt und eine Schande für seine Familie, während er die größte Schande ist, denn er erhebt regelmäßig die Hand gegen seine Ehefrau und auch Franziska bekommt einige seiner Wutausbrüche ab. Von ihrer Mutter kann sie keinen seelischen Beistand erwarten, denn diese fürchtet die Wutausbrüche ihres Gatten.
Eines Tages treibt ihr Vater es zu weit und verspricht Franziskas Hand einem alten Bekannten.
Sie muss diesen heiraten, ob sie will oder nicht, denn ein zuhause hat Franziska sonst nicht mehr.
Zwar ist ihr Ehemann nett zu ihr, doch sie hat schon immer an die große Liebe geglaubt.
Als die jungen Männer zum Krieg einberufen werden, hilft sie ihrer besten Freundin den Hof zu bewirtschaften.
Lucien, ein attraktiver Franzose, soll den Frauen unter die Arme greifen, aber er ist ein Kriegsgefangener.
Es kommt, was verboten ist, Franziska verliebt sich in ihn, doch wenn jemand diese Liebe verrät, wäre es der Tod der Liebenden …
 

Franziska hat kein leichtes Leben, allein schon dieser Umstand und ihr starkes Wesen ist es, was mir an Susanne Klaffenböck-Pointeckers Roman so gefallen hat.
Die Autorin schreibt so mitreißend und gefühlvoll, dass ich mich mitten in Franziskas Leben wiederfand.

Eine Protagonistin, welche übersinnliche Fähigkeiten hat - zum einen könnte man denken, diese Geschichte ist im Fantasiegenre angesiedelt - es ist eine Mischung, aber so eine Gute, dass die Abhandlungen dennoch realitätsnah sind.
Franziska Gabe könnte ihr das Leben leichter machen, doch die nebelartigen Gestalten sind Geister.
Sie merkt, wenn ein Mensch dem Tode nahe ist, was ihr mehr den Zorn ihrer Mitmenschen aufbürdet, als ihr gut tun.
Beim Lesen sind mir gerade ihre Eltern sehr unsympathisch geworden, vor allem ihr Vater - ein echtes Ekel.
Als Franziska einen jungen Mann kennenlernt, geht besagter Vater sogar so weit und trennt die Beiden, die Krönung des Ganzen ist die Zwangsheirat mit diesem alten Mann.
Eigentlich sollte sie froh sein, denn keiner in ihrem Dorf, geschweige den im Umkreis dessen, möchte etwas mit ihr zu tun haben.
Ihre heimliche Liebe zu Lucien ist wohl das Highlight im ganzen Buch, denn ich konnte fühlen, wie es zwischen den Seiten zu knistern begann und konnte gerade dann nicht mehr aufhören zu lesen.

Kriegszeiten waren harte Zeiten, gerade für die Frauen, der im Krieg befindlichen Männer.
Mit Magdalena, der besten Freundin Franziskas, führt die Autorin vor Augen, welche schweren Tätigkeiten an diesen hängen blieben.
Von den kleinsten Reparaturen bis hin zur schweren Stallarbeit, alles wurde mit eigenen Händen bewirtschaftet und das nicht nur für Monate, sondern für Jahre.

Ich finde es toll das die Autorin sich gerade die schweren Zeiten des Krieges ausgesucht hat, um eine Geschichte zu erzählen, die wahrscheinlich zu Tausenden so passiert sein könnte, nur ohne übersinnliche Gaben, versteht sich.
Eine junge Leserschaft mit historischer Lektüre zu überzeugen, kann nicht mehr jeder, doch Susanne Klaffenböck-Pointeckers, hat dies eindeutig geschafft.
Viele verfallen in die gleiche Abfolge und schon werden, nach wenigen Seiten, diese Bücher wieder aus der Hand gelegt - hier nicht.

Gänsehautgefühl, Herzenswärme und das freudige Knistern in der Luft ist es, was “Die Bürde der Schatten” so einzigartig und mitreißend macht.

Versinkt auch ihr in diesem Roman und erlebt Franziskas Leben im zweiten Weltkrieg.

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Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

also das Buch hat schon was!
Auch wenn ich kein Fan vom Krieg/2.Weltkrieggeschichten bin im allgemeinen bin, es berührt einfach eine Seite in mir, so möchte ich es mal ausdrücken.

LG..starone...

Conny Z. hat gesagt…

Hallo starone,

bitte, bitte lies es !!!
Es ist der HAMMER, du wirst es bis zur letzten Seite nicht mehr los lassen !!!


LG, Conny

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

nun da muss ich wirklich mal schauen und im mich gehen. O.K.

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Üüüüüüübrigens, "Die Bürde der Schatten" wird nächste Woche von uns verlost !!!!

Hihi, freu mich schon :)

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

Danke für den Hinweis!!

Cool, wenns diese Woche nicht klappt ..vielleicht dann nächste Woche.

LG..starone...