25. Februar 2013

Libellenprinzessin von Julia Golding

 (M: Marshall Cavendish Children´s Books; iStockphoto/Adrian Costea; cbj-Verlag)

Libellenprinzessin” ist ein toller Fantasyroman, welcher mit 448 Seiten dem Leser viel zu bieten hat, von Liebe über Intrigen bis hin zur hart erkämpften Freiheit.
Der Autorin, Julia Golding, ist ein wirklich fesselnder Roman gelungen, welcher im cbj-Verlag erschienen ist.
Mit seiner aufwendig illustrierten Karte und dem tollen Cover ist “Libellenprinzessin” jede Leseminute wert.

Prinzessin Taoshira ist die vierte Kronprinzessin, ihre Insel, die kleinste namens Kai. Zusammen mit
den anderen drei Inseln, Rama, Lir-Salu und Phonilara, bildet sie das Bündnis “der blauen Sichel”.
Um ein starkes Bündnis gegen den Feind, Kaiser Tergot Speerwerfer, zu erwirken soll nun Tashi in die Fremde gehen und den jungen Prinzen des Reiches Gerfalien heiraten.
Der erst 18-jährige Prinz und die gerade 16 Jahre alte Tashi sind alles andere als begeistert, nicht nur wegen den unterschiedlichen Ansichten, die jedes Reich mit sich bringen.
Da beide aber in dem Glauben, dass das Bündnis Schutz für ihrer beiden Reiche bringen wird, erzogen wurden, geht Tashi auf die weite Reise.
Fromm und stark in ihrem Glauben an die Göttin und deren Regeln, welche sich die “Blaue Sichel” unterstellen, trifft Tashi auf viele Gegensätze, die sie beleidigen und sie ins Wanken bringen.

Prinz Ramil ist außer sich, er kann sich einfach nicht für dieses angemalte, zurückhaltende Wesen erwärmen, doch alles Bitten bei seinem Vater Lagan hilft nicht, die Hochzeit steht fest.
Da Ramils Mutter einem großen Reitervolk entspringt versucht er, auf diesem Weg, an die junge Prinzessin heranzukommen.
Als beide auf ihrem Ausritt entführt werden, nimmt eine gefahrvolle Zeit seinen Anfang.
Zusammen versuchen sie aus der Gefangenschaft zu entkommen, dabei arbeiten sie nicht nur zusammen, sondern lernen sich immer besser kennen …


Wer von euch diesen Fantasyroman schon gelesen hat, weiß wahrscheinlich das die Namen, Regeln und neuen Orte ziemlich viel auf einmal sind, aber mit jeder Seite lernt man die einzelnen Charaktere immer besser kennen.
Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass die Autorin Julia Golding aus der Sicht von Tashi und Ramil hin und her wechselt und so die Welt um die Protagonisten größer werden lässt.
Julia Goldings Schreibstil ist sehr einfach und fließt von Wort zu Wort, von Seite zu Seite und spricht große und kleine Leser an.

Tashi ist sehr kompliziert am Anfang, da sie sich nicht mit der neuen Umgebung anfreunden kann und Ramil einfach nur nervig und ungehobelt findet, aber je weiter sie sich, durch die Entführung, von allen Zwängen und Regeln entfernen, desto stärker wird sie in sich selbst und trotzt fast jeder Gefahr.
Auch Ramil zeigt sein wahres Inneres, denn eigentlich ist er Tashi, als er sie ungeschminkt erblickt, gar nicht so abgeneigt, wie es zuerst erscheint.
Aber zu allererst zeigt er seine Sturheit, die er sonst immer seinem Vater gegenüber offenbarte, doch seine tölpelhafte Art ist auch eine sehr sympathische Seite, die für viele Lacher beim Leser sorgt.
Beide werden von tollen Nebencharakteren umrammt, vom Furcht einflößenden Tergot bis hin zum großen Gordoc, sind alle gut beschrieben und malen eine bunte Welt um die beiden Protagonisten.
Natürlich kommen die Gefühle hier nicht zu kurz und immer mehr merkt man wie sich Ramil und Tashi näher kommen, denn die Seiten beginnen förmlich zu knistern, je weiter man dem Ende entgegen liest.

Das Cover des Romans ist sehr schlicht, aber trotzdem ein schöner Blickfang, denn er spiegelt alles wieder, was zu dem Buch gehört.
Die goldene Libelle symbolisiert Tashi in allem, denn sie hat viele Bedeutungen in ihrem Reich und ist meist auf ihren Kleidern wieder zu finden.
Aber auch das Geheimnisvolle, zarte Mädchengesicht im Hintergrund spiegelt sie wieder, wie zum Beispiel ihre anfängliche Zurückhaltung.

Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch mehr zu dieser Welt schreiben wird oder sich neuen Projekten in dieser Richtung widmen und werde dann auch von diesen berichten.

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1 Kommentar:

Laura Achter hat gesagt…

Also ich hab mit dem schlechtesten vom schlechtesten gerachnet... aber es war echt klasse =)