22. März 2013

GezeitenZauber - Die Bestimmung von Erik Kellen

(Copyright: Daniela Reuter; Stephanie Haase; Erik Kellen)

Dieses E-Book erschien im Dezember 2012 und war eine Rezensionsanfrage des Autors, Erik Kellen, an uns.
Sehr gern habe ich diese angenommen und mich durch “GezeitenZauber - Die Bestimmung” gewuselt.
379 fantasylastige Seiten liegen hinter mir, über die diese Rezension handeln soll.

Nilah lebt mit ihrem Vater Daan in Hamburg, als sie die Nachricht erreicht das ihre Großmutter Edda gestorben ist.
Eddas Heimat ist das raue und mystische Irland.
Bereits beim ersten Anblick dieses Landes überkommt Nilah eine Sehnsucht und ein Gefühl des Zuhause seins.
Sie ist hin und her gerissen von diesen kaskadenartigen Gefühlswellen, wobei sich nun auch Angst und Beklemmung mit einschleichen.
Auf der Totenfeier sieht sie einen kleinen Jungen und eine Nachricht, die nur für sie bestimmt zu sein scheint.
Als sie eines Nachts den Gezeitenkrieger Liran gegenübersteht, ist Flucht von der Insel ihr erster Impuls.
Doch immer mehr fühlt sie eine Zugehörigkeit zu diesem Krieger und die drohende Gefahr kommt immer näher …


Zuerst dachte ich das es eine Geschichte mit vielleicht ein wenig Liebe, aber auch Aktion und eine Priese Fantasy ist - weit gefehlt.
Eine Priese Liebe, viel Aktion und für meinen Lesegeschmack zuviel Fantasy!
Was meinem Lesegenuss keinen Abbruch bringen sollte, aber einen Ticken weniger hätte mir auch genügt.

Das Positive an Erik Kellens Buch? - Sein Schreibstil!
Er hat einfach ein Talent dafür die Wörter ins richtige Licht zu rücken, mit ihnen fast poetisch zu jonglieren und dann seine Vorstellung beim Schreiben in die Köpfe der Leser zu projizieren.
Erik Kellen schreibt mit ganzer Seele und legt sein Herzblut in jede Szene hinein.

Seine Protagonistin Nilah ist mir am Anfang des Buches sehr teenagerhaft.
Sie erscheint mir sehr zerrüttet durch ihre Hormone und ihre Lebensumstände, hin und her gerissen von den ganzen Situationen, die in Irland auf die einprasseln.
Durch das Auftauchen von Liran bemerkte ich jedoch das auch bei ihr sich eine innere Stärke ankündigte, welche sie im Verlauf der Geschichte dringend benötigte.
Liran wird einfach mal so 2000 Jahre in die Zukunft geschickt, um als Bodyguard von Nilah zu fungieren.
Dass er schnell in ihr mehr sieht als das und eine ihm bisher unbekannte Zerrissenheit überfällt, als sie die Insel verlässt, damit wurde er vollends überwältigt.

Viele, der lebendigen Fantasy des Autors entsprungenen Wesen kreuzen Nilahs und Lirans Weg und zuerst war ich unschlüssig, welchen Zweck alle hinterher jagen.
Auch der Rätselfinder Tok, welcher mir persönlich mehr Rätsel aufgab als gut für meinen Leseeindruck war, ist eine sehr gewöhnungsbedürftige Nebenfigur.
Es gibt noch weitere nennenswerte Nebenfiguren, zu denen ich Nilahs Vater Daan und seine reizende Bekanntschaft Morrin gern dazuzähle. Auch der mir sehr suspekt erscheinende Pater Skelling möchte ich hier nennen, dieser verursachte mir zeitweise auch eine Gänsehaut und so wie Nilah kann auch ich nicht behaupten ihn als sympathisch zu empfinden.
Erik Kellens “GezeitenZauber - Die Bestimmung” hab ich als sehr lebendig und in einzelnen Abschnitten rasant empfunden.

Der Autor besitzt ein Talent des Schreibens, auch wenn ich manche Elemente der Mystik und der Fantasie für mich als zuviel empfunden habe, so spricht er dennoch ein sehr großes Publikum an, welches sein Werk mit großer Gewissheit lieben wird.

Ich für meinen Teil vergebe 3,5 von 5 Kolibris, den obligatorischen halben gibt es wie immer dazu, gerade weil ich denke, dass “GezeitenZauber - Die Bestimmung” nicht sein letztes Werk sein wird.

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1 Kommentar:

Zeilenreichtum hat gesagt…

Ich denke mal, heute lese ich es noch aus aber ich empfinde vieles so wie du. Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und nach einem etwas schwierigen Einstieg liest es sich auch wirklich flüssig. Bin gespannt, wie es endet.

LG