25. April 2013

Beautiful Disaster von Jamie McGuire

(Copyright: PM Images/ Getty Images (Glas), Neo Edmund/ Shutterstock (Schmetterling), BW Folsom/Shutterstock (Hintergrund), Hafen Werbeagentur, Piper Verlag)

Viele sprechen in Deutschland davon, ein paar haben es bereits gelesen und vereinzelt wird es geliebt - “Beautiful Disaster” von der amerikanischen Autorin Jamie McGuire.
Bereits am 16. April erschienen diese 464 dramatischen Seiten, Herausgeber hier ist der Piper-Verlag.
Vielleicht kann ich mit meiner Rezension euch auch von diesem Buch überzeugen, bei einigen hat es ja schon geklappt.

Abby und ihre beste Freundin America beschließen an ein College, möglichst weit von Zuhause entfernt, studieren zu wollen.

Ihr Plan gelingt, doch die guten Vorsätze halten nicht lange.
Sie wohnen in getrennt voneinander und aus dem Vorsatz keine Party ohne die anderen, werden Dreierausflüge mit Americas neuesten Freund Shepley.


Auf einem Fight, einem illegalen Kampf zwischen Studenten, bei dem reichlich Geld fließt, sieht Abby Travis zum ersten Mal.
Auch im College begegnen sich die Beiden, doch Abby macht den Womanizer des gesamten Colleges schnell klar, dass sie nichts mit ihm anfangen wird, schon gar nicht für nur eine Nacht.
Travis ist fasziniert von Abby, doch kann er sich daran halten und “nur ein Freund” für sie sein?
Und wovor flüchtete Abby?


Kitsch, Dramatik und große Freundschaft, so würde ich “Beautiful Disaster” beschreiben wollen.
Kitschig, weil Travis wirklich alle Register zieht, bei Abby zu landen, aber ständig aneckt.
Dramatik, weil gerade die illegalen Kämpfe überaus gefährlich werden.
Und große Freundschaft, weil die Beiden immer mehr durch dick und dünn gehen, dass dabei die Gerüchteküche ordentlich brodelt, nehmen die Beiden mit einem Schulterzucken gern hin.
Abby ist eine sehr zerrüttete Protagonistin, die den Halt von ihrer Freundin America sehr braucht.
Denn ihre Vergangenheit ist nicht gerade glitzernd und hell gewesen.

Durch den Umzug ans College versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen, dass Vergangenheiten einen schnell wieder einholen können, könnt ihr euch sicherlich denken.
Travis ist der Draufgänger schlecht hin. Mit vier weiteren Brüdern aufgewachsen, hat er schnell gelernt sich durchzusetzen.

Auch die Frauen liegen ihm zu Füßen und lassen sich gern von ihm für eine Nacht entführen, doch eine Beziehung lehnt er systematisch ab - bis Abby kommt.
Sie legt keinen Wert auf seine körperliche Zuwendung, was ihn sehr ins Straucheln bringt.
Abby ist die Freundschaft zu ihm wichtiger als eine Liebschaft, die dann an seinem draufgängerischen Charakter zerbricht.

Die Wette, die im Klappentext erwähnt wird, zu finden auf allen Buchversandseiten, ist ein erneuter Schritt von Travis, um Abby umzustimmen, doch so richtig scheint es ihm nicht gelingen zu wollen.
Zum Glück hat sich die Autorin, Jamie McGuide, dazu entschieden pikante Details einer Liebesszene wegzulassen und hat lieber ihren Fokus auf die Geschichte gelegt - zum Glück.
Mit dem Charme ihres Protagonisten Travis und der konsequenten Art von Abby hat Jamie McGuide einen Roman erschaffen, der unterhaltend und überaus lesenswert ist.
Sie schafft es nicht nur die Spannung zu halten, wo sie gerade gebraucht und erwartet wird, sondern es gelingt ihr auch das ich als Leserin bei jedem Wort erleben konnte, wie sich die Hauptcharaktere gerade fühlen.

Durch all diese Sachen konnte ich das Buch nicht aus meinen Händen legen, was zwar zur Folge hatte, dass meine Nacht ziemlich kurz ausfiel und ich mehr schlecht als Recht dem folgenden Tag meiner täglichen Arbeit nachging. Aber was ist schon das normale Leben gegen eine Entführung in eine andere Welt.

Das einzig Negative an diesem Buch? Dieses ständige Hin und Her der Beiden, was mich auch zum Fluchen brachte und ich mir dachte: Warum?
Ihr seht Dramatik pur.
Es scheint derzeit sowieso im Trend zu liegen, dass die meisten Autoren ihre Protagonisten ständig streiten und versöhnen lassen, hier ist weniger davon angebrachter, denn sonst wird es auf Dauer wirklich nervtötend.

Zum Glück lässt sich Jamie McGuire ständig neue Dinge einfallen, um ihre Figuren in der Geschichte entwickeln zu können.
Auch die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Abbys beste Freundin America, komischer Name ich weiß, aber sie heißt wirklich so, führen des Öfteren zum Wandel des Ablaufs und verbreiten auch mal gekonnt Chaos.

Für mich ist dieses Buch in sich super abgeschlossen, und auch wenn ich bereits erfahren habe, dass die Autorin einen zweiten Teil bereits in petto hat, so finde ich, ist es hier nicht nötig.

Lest es und verfallt gänzlich!

Zum Buch beim Verlag: KLICK


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