26. Juni 2013

Das Haus am Abgrund von Susanne Gerdom

(Copyright: bloomoon Verlag)

Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem bloomoon Verlag, der es bereits im Februar 2013 veröffentlicht hatte.
Susanne Gerdom nimmt ihre Leser in “Das Haus am Abgrund” nicht nur dem Atem. Auch lässt dieses 391 Seiten umfassende Buch, bis zur letzten Seite, den Leser nicht los.

“Komm zu mir, Winterkind” (Aus dem Prolog von “Das Haus am Abgrund”)

Heathcote Manor, das Haus auf dem Klippen, das Haus auf den Knochen - so nennen es die Leute im Dorf.

Adrian ist neu im Ort und lebt zusammen mit seinem Vater und dessen Lebensgefährten im alten Kutscherhaus, unweit der alten Ruine, des einst prächtigen Anwesens.
Eine lange Lebenszeit geben ihm die Ärzte nicht mehr, denn ein Tumor hat sich in seinem Gehirn eingenistet.
Er ist nie allein, ständig begleiten ihn seine Erscheinungen.
Als er November kennenlernt, denkt er zuerst auch, dass sie nur eine seiner Vorstellungen ist. Doch sie steht wahrhaftig vor ihm.
Auch sie ist von der alten Ruine fasziniert, so wie Adrien, und doch spürt sie eine Urangst in sich aufsteigen, sobald sie in die Nähe des Anwesens kommt.
Gemeinsam gehen die Beiden dem Geheimnis des Hauses nach und geraten dabei in großer Gefahr …

Allein das Cover hatte eine faszinierende Wirkung auf mich, es ließ mich schon erschaudern, als ich es in den Händen hielt. Dass sein Inhalt mich noch mehr an sich fesseln würde, hätte ich bis dato nicht für möglich gehalten.

Schon der Prolog, des so oft betitelten “Bräutigams”, ließ eine feine Gänsehaut über meinen Körper jagen.

Adrian ist einer der Hauptfiguren des Buches und zuerst wusste ich wirklich nicht, was ich von diesem halten sollte.
Seine Welt ist alles andere als normal und um zu durchschauen, welche Figur aus seiner Fantasie zu ihm gehört und welche Eigenschaften sich hinter dieser verbergen, dauerte es schon mehrere Kapitel.
Sein Vater ist eigentlich nicht für seinen Sohn da, er scheint mehr in London zu verweilen, als bei seinem Sohn und seinem Lebensgefährten Jonathan.
Diesen empfand ich mehr als Mutterersatz für Adrian, da er sich immer Sorgen um ihn macht und auch wirklich immer für ihn da zu sein schien.
November, ein zuerst merkwürdiger Name, der aber nach einer gewissen Lesezeit einen Sinn verbirgt.
Sie ist die Erbin von Heathcote Manor und ebenso schwer einzuschätzen wie Adrian.
Obwohl ich nach einer Weile mehr zu Adrian gefunden hatte, als zu November, da diese immer sehr verschlossen war.

Adrians Geister, Erscheinungen oder was auch immer diese Figuren waren, tauchen immer mal wieder bei ihm auf. Zeitweise hatte ich ehr das Gefühl, das sie seine Stimmungen wiedergeben und ihm einfach begleiten, weil er ein sehr einsames Kind ist.
Gerade die Dorfbewohner halten nichts von der neuen Familie, da ein schwules Pärchen so gar nicht in ihre Lebensweise passt und das diese dann auch noch ein Kind dabei haben, scheint unter aller Würde der Einwohner zu sein.
Das Geheimnis um das alte Haus, dass immer wieder als Ruine beschrieben wird, ist der Mittelpunkt von Susanne Gerdoms Handlung.
Es ist ebenso faszinierend wie Angst einflößend und die vielen Puzzleteile, die November und Adrien zusammensuchen, ergeben eine spannende Handlung und knisternde, düstere Stimmung.

Zwischenzeitlich wusste ich zwar nicht mehr, in welchem Jahrhundert ich mich befand, geschweige denn, welche Figur in dieser Szene mit beleitete. Aber Adrian und November zeigten mir immer wieder den richtigen Weg zu ihnen zurück.

Die Autorin versteht es mit ihrem Schreibstil Situationen mit Worten zu beschreiben, sodass jede Szene mich nicht mehr losließ und ich das Gefühl bekam selbst mit den Kindern ermittelt haben.

“Das Haus am Abgrund” ist ein packendes Buch, in dem eine große Macht ein ganzes Dorf in seinem Bann nimmt und nur ein sterbenskranker Junge es wagt dieses Geheimnis zu entschlüsseln.

Ich danke dem bloomoon Verlag sehr für dieses Rezensionsexemplar und kann allen die Bücher aus dem Verlagshaus sehr ans Herz legen!

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK


Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

schön, dass Du mal ein Buch vorstellst, dass ich auch schon kenne/selber gelesen habe!

Susanne wagt sich mit diesem Buch in eine ganz neue Richtung, was das schreiben angeht. Mich hat die Geschichte ganz in ihren Bann gezogen,gruslig/unheimlich/düster mit unter auch irre, aber mit viel Liebe und eben solcher Liebe für die handelten Figuren von Seiten von Susanne.

Mal was ganz anders von ihr.

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Oh starone,

dass freut mich, dass es dir auch so gefallen hat.
Ja es war ganz schön gruselig *bibber*

LG, Conny

Susanne hat gesagt…

Super, danke, wow, ich freu mich!
(Das ist mein derzeitiges Lieblingsverlagsbuch ... und wird von einigen als "zu verwirrend" empfunden. Da freut mich deine Rezension natürlich doppelt!)

Conny Z. hat gesagt…

Hallo :)
Es freut mich immer sehr, wenn die Autoren uns Feedback geben und vor allem hier!

Verwirrend war nur der Anfang, in den Rest muss man sich einfach fallenlassen und schauen wie es sich entwicklet ^^

GLG, Conny von dieSeitenfluesterer

MikkaG hat gesagt…

Von dem Buch hatte ich noch nichts gehört, aber das klingt, als würde es ziemlich genau in mein Beuteschema passen! Also ab damit in die endlose WuLi... ;-)

Ich hab gestern mal ein bisschen in deinem Blog gestöbert, der gefällt mir richtig gut. Ich hab die in meine Liste der tollen Blogs aufgenommen, hier:
http://mikkaliest.blogspot.de/2013/06/tolle-buchblogs.html

Conny Z. hat gesagt…

Hallo Mikka,

wir danke dir sehr, für dein Lob! *rotwerd*
Auch dich haben wir gleich in unsere Lister verlinkt.
Dein Blog ist toll :)))

Liebe Grüße,
Alex und Conny von dieSeitenfluesterer