12. Juli 2013

Der Märchenprinz 2.0 von Janine Wilk

(Copyright: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)

Wieder durfte ich an einer Leserunde, veranstaltet bei Lovelybooks, teilnehmen und dieses Mal bescherte sie mir Glückshormone ohne Ende.
Gelesen und diskutiert wurde über Janine Wilks neustem Werk “Der Märchenprinz 2.0”.
331 Seiten erschienen im Amelie Verlag, von Schwarzkopf & Schwarzkopf, am 1. Mai 2013.
Ich danke dem Verlag, sowie Lovelybooks für dieses Leseexemplar und schicke einen Gruß an Katja und der Autorin, für die Moderation und Unterhaltungen in der Leserunde.

Issy führt das perfekte Leben.
Ein Haus, ein Kind, ein Mann - alles super.

Doch wer genau hinschaut, sieht die Fassade ihres Lebens bröckeln, denn je mehr Issy über ihre Ehe nachdenkt, desto mehr Zweifel kommen in ihr hoch.
Dank ihrer Freundinnen Pepper und Miriam hat sie Rückenstärkung, als sich ihr Mann David für eine Trennung auf Zeit entschließt.
Eine turbulente Zeit steht bevor und die Freundinnen beginnen ihre Zukunft neu zu gestalten - ein Chaosteam mit viel Humor.

Janine Wilk hat schon einige Werke verfasst, aber mit “Der Märchenprinz 2.0” schrieb sie einen witzigen und äußerst unterhaltenden Frauenroman.

Ihre Protagonistin Isabelle, Issy, ist nicht nur chaotisch, sie versprüht auch von den ersten Zeilen an große Sympathie und besitzt eine liebevolle, witzige Art ihr Leben zu meistern.
An ihrer Seite ist nicht nur ihre kleine Tochter Alissa, auch die Busenfreundinnen Pepper und Miriam sind immer mit von der Partie.

Pepper ist eine knallharte Lesbe, oder versucht es zu sein, doch auch sie ist nur eine Frau mit einem weichen Inneren und dem Hang zum Single-Leben.
Miriam liebt Männer, aber “Prinz Charming” oder wie Issy immer sagt: Indi-Lama, war noch nicht dabei. Für Miriam muss der Traummann nämlich eine Mischung aus dem Dalai-Lama und Indianer Jones sein - bisher ist daraus nichts geworden und sie lebt weiterhin mit Benjamin, der Zimmerpflanze und George, dem Vibrator, einträchtig zusammen.

Alle dachten immer Issy führe das perfekte Leben, in einem architektonisch, weißen und überaus steril gehaltenen, Haus, mit ihrem Mann David, dem aufstrebenden und nie anwenden Arzt und der kleinen Alissa.
Pustekuchen, denn noch nicht einmal der neu gekaufte Sexratgeber kann David dazu bringen mit ihr den “ehelichen Pflichten” nachzugehen, das Fiasko, was übrigens überaus witzig war, hatte ungeahnte Folgen.
Eine Trennung auf Zeit! Vorgeschlagen vom Hausherr persönlich und schon ist Issy in einem seelisch tiefen Loch.

Doch zum Glück hat die Autorin ihr nicht nur einen extrem witzigen und chaotischen Charakterzug verliehen, auch stellt sie mit ihren beiden Freundinnen allerlei komische Dinge an, die Buchschmerzen und feuchte Augen garantieren!

Und was währe ein guter Frauenroman ohne einen würdigen Gegner für den ehemaligen Märchenprinzen. Diese Position bekommt hier: Marc, seines Zeichens Franzose, Fotograf und ein wahrer Frauenschwarm. Ebenso kennt er Issy aus der Vergangenheit und ist nun hellauf begeistert, dass sie anscheinend wieder zuhaben ist.
So sitzt nicht nur Issy in der Zwickmühle sich ihren Märchenprinzen auszusuchen, auch muss sie herausfinden, was sie vom Leben wirklich will.

All ihre Ideen und Gedanken verarbeitet sie darüber hinaus in ihrem eigenen Blog, der zuerst nur lahm und langweilig ist, doch durch die turbulente Selbstentdeckung ihrerseits immer mehr Anklang findet.

Meine absolute Lieblingsfigur in diesem Buch ist - Oma.
Oma ist eigentlich die Oma von Pepper, doch mit ihren 80 Jahren mischt sie die jungen Frauen ordentlich auf und versprüht allerhand Tipps für Issy, auch wenn sie diese nicht hören will.

Für mich besticht “Der Märchenprinz 2.0” nicht nur durch den sprachgewandten und humorvollen Schreibstil seiner Autorin, Janine Wilk, auch ist er ein toller Begleiter für Krisenzeiten und dient der Auffüllung von Glückshormonen. 

Den wie schon Issy Mutter sagt: Lachen ist nicht nur gesund, sondern es lässt uns das Leben klarer sehen.
Janine Wilks Buch ist ab jetzt mein Lieblingsbuch, dass ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde, um mich über explodierende Dixi-Klos und allerlei anderer schräge Vorkommnisse unterhalten zu lassen.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK

Meine Rezension zu Janine Wilks Buch "Die Schattenträumerin": KLICK


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