5. Juli 2013

Touched – Der Preis der Unsterblichkeit von Corrine Jackson

(Copyright: bürosüd GmbH, München; Thienemann Verlag)

Dies ist die Taschenbuchausgabe von Corrine Jacksons ersten Teil ihrer „Touched“ Reihe.
Die gebundene Ausgabe ist bereits am 21.Februar 2012 erschienen.
419 Seiten umfasst die Taschenbuchversion.

Zusammen mit ihrer Mutter lebt Remy bei ihrem brutalen Stiefvater.


Bereits als Kind bemerkt sie, dass sie anders ist – die kann Verletzungen heilen.
Diese nimmt sie dann jedoch selbst auf und durchleidet den gleichen Schmerz, wie zuvor vom ihr geheilten Person.
Das alles kostet ihr ziemlich viel Kraft und laugt sie sehr aus.
Auch ihr Stiefvater hat dies alles genau beobachtet, wenn Remy ihre Mutter geheilt hat und verletzt diese an jenem schicksalhaften Tag aufs Neue.
Nur durch ihre Gabe kann Remy sich selbst vor dem Tod bewahren, jedoch soll sie nach diesem Vorfall zu ihrem leiblichen Vater ziehen.
Dieser hat keine Ahnung von ihrem Talent und ist besorgt um seine Tochter, als er sie im Krankhaus wiedersieht.
Als sie Asher kennenlernt, weiß sie nicht was sie von diesem Jungen halten soll und warum er ihr mental wehtun kann.
Die Beiden beginnen einen Machtkampf, um sich gegenseitig zu erforschen und um herauszufinden, warum Remy anders ist, als andere mit ihrer Gabe, die Asher bisher kennengelernt hatte.


Dieses Buch machte mich allein schon durch sein Cover neugierig auf seinen Inhalt.
Ein Blickfang sind die liebevollen Verzierungen und das zarte Gesicht des Mädchens. Aber auch die Kapitel Gestaltungen, als Bleistiftzeichnung, passen gut zu diesem gewählten Design.

Jedoch hätte ich nicht gedacht, dass ich so auf die Geschichte des Buches reagieren würde.

Die Handlung um die Protagonistin Remy beginnt alles andere als schön.
Schon seit vielen Jahren leidet sie unter dem brutalen Stiefvater.
Bis hier hin hätte das Buch auch ein ganz normaler Roman sein können, der das Leben eines jungen Mädchens erzählt, die von ihrem tyrannischen Stiefvater unterdrückt wird.
Doch die Autorin, Corrine Jackson, verleiht ihrer Figur Kräfte, mit derer sie Menschen heilen kann.


Der weitere Verlauf ihrer Handlung, bis zum zweiten Aufeinandertreffen mit der Figur Asher, hat mir das Gefühl gegeben, dass sie einfach etwas Einzigartiges einbauen wollte.
Was ihr in meinen Augen jedoch nur teilweise gelang, da Remys Gabe für mich immer zweitrangiger wurde.
Vielleicht lag es auch daran, dass sie diese am liebsten abgegeben hätte und sich dafür ein normales, glückliches Leben wünschen würde.
Die Machtkämpfe und das gegenseitige Mentale abtasten, zwischen Asher und Remy, wurde mir auch teilweise zu viel umschrieben.
Hier verlagerte sich der Fokus der Autorin mehr auf ihre Protagonisten und Seiten füllend wurde ein Vorankommen der Handlung nicht mehr möglich.


Der wahre Bösewicht ist und bleibt ihr Stiefvater, der immer mehr und mehr auf Rache sinnt und Remy in einem Verfolgungswahn fallen lässt.
Remy konnte ich im ganzen Buch nicht nahekommen.
Sie ist sehr verschlossen, trotz der ICH-Perspektive und zeitweise wurde sie mir auch zu gefühlskalt und abweisend.
Als wolle sie dadurch erreichen, dass ihr so niemand mehr wehtun kann.
Auch Asher ist mir nicht sympathisch geworden. Bei der ersten Begegnung hatte ich noch Hoffnung auf ein gutes Protagonistenpaar.
Aber er bestimmt sehr viel über Remy und ist zeitweise deswegen auch sehr machohaft umschreiben, alles Dinge, die ich persönlich nicht mag.


Die einzige Figur im Buch, die mir gut gefallen hat, war Lucy.
Sie ist eine fröhliche und liebvolle Figur, die immer Remy zur Seite steht, auch wenn diese ihre Stiefschwester ist.


Aufgrund all meiner negativen Eindrücke beim Lesen von diesem Buch konnte mich selbst Corrine Jacksons flüssiger Schreibstil nicht von ihrer Geschichte überzeugen.
Mit diesem Buch hat sich mich als Leserin leider nicht überzeugen können.

Somit vergebe ich nur knappe 3 von 5 Kolibris für ihr Werk „Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“.


Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK 


Kommentare:

Mikka Gottstein hat gesagt…

Die Grundidee klingt ja eigentlich gut... Schade, schade, dass sie anscheinend nicht gut genutzt wurde! Aber vielleicht lese ich es trotzdem mal selber, dann werde ich es aber nur gebraucht kaufen.

Conny Z. hat gesagt…

Kannst dafür auch eine Mail an mich schreiben, bezüglich des Buches ;)

GLG, Conny von dieSeitenfluesterer