9. November 2013

Geliebter Fremder von Sylvia Day

(Copyright: Heyne-Verlag)

Nach ihrer Erfolgsreihe „Crossfire“ schickt die Autorin Sylvia Day mit "Geliebter Fremder" ihre Leser Jahrhunderte zurück in die Zeit.
Seit dem 14. Oktober 2013 können diese auf 353 erotisch, historischen Seiten, ihre Protagonisten Isabell und Gerhard kennenlernen.
Ich danke dem Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Marquess Gerhard of Grayson ist es leid seinen Mätressen ständig einen Korb geben zu
müssen, wenn diese denken ihn nach einer heißen Nacht heiraten zu können.
Und Lady Isabell bekommt mehr Heiratsanträge, als ihr lieb ist - deswegen verbünden sich beide.
Sie heiraten, aber unter der Bedingung, dass jeder seinen eigenen Weg und seine eignen Liebschaften nachgehen kann.
Doch als Gerhard ein großes Leid widerfährt, verschwindet dieser spurlos.

4 Jahre soll es dauern, bis er wieder vor Isabell steht, doch nicht nur die Jahre haben ihn verändert, auch ihr Anblick lässt ihn nicht mehr los …

Sylvia Days „Crossfire“ Reihe habe ich genossen und sehr gern gelesen, und so habe ich mich auf diesen neuen Weg der Autorin gefreut.
Auch wenn ich nicht der „historisch-lesende-Typ“ Frau bin, aber wenn eine Autorin schon überzeugen konnte, so können andere Werke von ihr bestimmt auch mitreißen … so dachte ich jedenfalls.

Bei „Geliebter Fremder“ bin ich gänzlich auf dem Holzweg gelandet, denn es wurde eine reine Enttäuschung für mich.
Nicht nur, dass ich als Leserin in eine bestehende Geschichte hineingestoßen wurde und mich selbst orientieren musste, auch sind die Handlungen der Protagonisten Gerhard und Isabell sehr verworren zu Beginn.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass beide mehr Liebschaften in der Hinterhand haben, als ihnen lieb ist.

Und gerade bei der männlichen Figur kamen mir die Worte von „Liebe“ doch sehr schnell dahingesagt vor.
Auch wenn durch eine Frau sein Leben und sein eigener Wandel ihn zum positiven wendet, so konnte er mich dennoch nicht von sich überzeugen.
Isabell steht mehr in dem Vordergrund, gerade durch Gerhards übereilte Flucht, ist sie es die den Kopf erhoben hält und sich nicht durch den Tratsch in der Gesellschaft unterkriegen lässt.
Sie hat ebenso ihre Liebhaber, wer kann es ihr auch verdenken, wenn sie schon mit einem gut aussehenden Mann verheiratet ist, davor eine unschöne Ehe hinter sich hat, und sich die Männer geradezu anbieten.

Zwar sind die Umfangsformen angedeutet – Höfflichkeiten werden ausgetauscht und der Etikette, die herrscht, genüge getan, aber so manche vulgären Worte, rutschen gerade Gerhard des Öfteren über seine attraktiven Lippen.
Anscheinend scheint dies auch Isabell nicht kalt zu lassen, denn wie sollte es auch anders kommen, ist es gerade jeder Mann, mit dem sie einen Pakt begonnen hat, der sie nun sehr anzieht.

Wie bereits mehrfach erwähnt, ließ gerade Gerhard mich kalt, was meinem Lesefluss und der sonstigen Freunde an Sylvia Days Geschichten und Figuren sehr stark behinderte - enttäuscht beende ich die Handlung.

Der bisher gute Schreibstil der Autorin behält sie sich bei, aber die Handlungsstränge sind mir zu sehr mit den Liebesakten gespickt worden, als dass die Handlung an Fahrt aufnehmen konnte.
Nun hoffe ich, dass bald ihre „Crossfire“ Reihe, mit dem 4. Teil beendet wird und sie mit neuen Projekten in der Gegenwart bleibt.

„Geliebter Fremder“ ist eine sehr enttäuschende Handlung, die mehr sexuelle Szenen in den Vordergrund stellt, als dass man es von der Autorin bisher gewohnt war.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK


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