7. November 2013

Lost Places von Johannes Groschupf

(Copyright: Oetinger-Verlag)

Durch die Blogtour zu Johannes Groschupfs Buch “Lost Places” konnte ich diese 237 Gänsehaut gespickten Seiten erleben.
Der Oetinger-Verlag hatte es bereits zur Frankfurter Buchmesse vorgestellt und dann am 01. November 2013 in den Handel gebracht.
Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Lennart lebt in Berlin und zusammen mit seinen vier Freunden Chris, Moe, Kaya und Steven,
beginnt er verlassene Gebäude zu erkunden.
Sie werden zu „Urban Explorer“, ein gefährliches Unterfangen, denn so verlassen die Gebäude auch erscheinen, sie stecken voller unheimlicher Bewohner und düstere Geheimnisse …

Urban Explorer – vor dieser Blogtour und dem genauen Auseinandersetzen mit diesem Begriff, hatte ich ihn nie zuvor wahrgenommen.
Lennart und seine Freunde sind typische Teenager, die aus reiner Abenteuerlust und einer Portion Langeweile, beginnen, verlassene Gebäude und Orte zu erkunden.

Doch schnell nimmt der Autor Johannes Groschupf seine Leser mit in eine gefährliche Handlung, die sich genauso jederzeit im realen Leben ereignen kann.
Hineingeflochten werden nicht nur diese unheimlichen Orte, welche ich auch in der Blogtour präsentieren durfte, sondern auch die bekannten „Bandidos“.
Mit ihnen wird sich Lennart noch oft in der Geschichte konfrontiert sehen.

Der Autor nimmt durch Lennart jeden Lebensaspekt auseinander, den Teenager in seinem Alter durchmachen.
Neben der Liebe, steht der Zusammenhalt in der Gruppe und die eine und andere Auseinandersetzung mit anderen, oft im Mittelpunkt.

Was für mich nicht ganz so ansprechend war, sind die ständigen Erwähnungen von Drogen. Wie ich aber im weiteren Verlauf feststellen musste, ist dieses bisherige Leben der Freunde und eben jenes ständige Erwähnen, wichtig für eine Veränderung, die sich durch die gesamte Gruppe zieht.
Lennart bildet den Mittelpunkt der Geschichte und gibt seine Gefühle in vielen Abschnitten eins zu eins an die Leser weiter.

Johannes Groschupf verschönt nichts im Verlauf der Geschichte und hält permanent den Spannungsbogen sehr weit oben.
Man wird als Leser förmlich mitgerissen in Lennarts Gefühlswelt und erlebt neben Liebe, Drogensucht und unzähligen anderen Dingen, auch die Veränderung in ihm, mit.
Jede Figur bekommt seine Szene zugesprochen, und auch wenn durch die ICH-Perspektive von Lennart alles aus seiner Sicht zu erleben ist, so wird der Fokus, mal mehr, mal weniger, auf seine Freunde und Feinde gelegt.

Viele Orte werden entdeckt, der größte Teil davon ist keineswegs aus der Fantasie des Autors entsprungen, sondern existiert, wie in seinen Ausführungen, rund um Berlin.
Vor allem das Cover des Buches führt die Leser in die Geschichte und so düster das Cover auch ist, umso dunkler und gefährlicher wird die Geschichte seinen Lauf nehmen.

Mit „Lost Places“ hat der Autor Johannes Groschupf eine Handlung verfasst, die vor Spannung knistert und voller dunkler Ecken steckt!

Zu beachten ist hier vor allem die Altersfreigabe von 14 Jahren. Kinder, die sich unter dieser Grenze  befinden, würde ich das Buch nicht empfehlen!

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK
Mein Blogtourbeitrag: KLICK


Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

stimmt denn in dem Buch sind ein paar Szenen drin....wo ich mir gedacht habe das ist wirklich "kein Kinderbuch" und wirklich erst ab einem bestimmten Alter gedacht.

Danke für Deinen Hinweis dazu.

LG..starone..

Druckbuchstaben hat gesagt…

Hi Conny,

deine Rezi macht mich noch viel neugieriger auf das Buch! Es ist gestern bei mir eingezogen und ich brenne schon darauf es zu lesen. Ich war total überrascht, dass es so "dünn" ist =)

LG
Anja

Conny Z. hat gesagt…

Hallo ihr Zwei,

das Buch ist wirklich gruselig, aber richtig gut geschrieben.

Ja sehr dünn, aber auch sehr gut!

Alles Liebe,

eure Seitenfluesterin

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

nun ich habe es jetzt schon gelesen und muss sagen mit einigen Themen geht der Autor, sorry leider etwas arg sorglos um.

Viel hier nicht mehr verraten, bin gespannt auf Deine Meinung dazu.

LG..starone...

his + her books hat gesagt…

Hallo Cornelia,

Bin zwar erst ungefähr zur Hälfte durch...aber ich kann dir absolut zustimmen! Der Schreibstil fesselt einen förmlich an die Geschichte...!

LG

Kay

Conny Z. hat gesagt…

Hallo Kay,

auf Facebook haben wir uns ja schon ausgetauscht - und ich bin richtig gespannt, wie deine Rezension ausfallen wird!

Ganz liebe Grüße,
Conny

Conny Z. hat gesagt…

Hallo starone,

ja teilweise ist es ziemlich "hart", deswegen habe ich auch angemerkt, dass es am 14 Jahre erst gelesen werden sollte ;)

Liebe Grüße,
Conny

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

dass war auch ein guter Rat!!

Denn die Problematik, Beschreibung usw. ist keine Sache für Kinder.

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Und was ich sehr gut daran, vom Autor finde, dass wir Eltern nicht immer die Augen verschließen sollten und sagen: Mein Kind macht sowas nicht!

Wir waren alle mal Kinder und sollten uns des Öfteren daran erinnern, was wir alles gemacht haben.

Liebe Grüße,
Conny

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

klar, dass ist einer der guten Aspekte des Buches, wenn es denn Eltern/Erwachsene lesen.

Aber gekifft habe ich als Kind/Jugendlicher usw. halt auch nicht und deshalb empfinde ich da einen Knackpunkt im Buch, der mir nicht so gefällt.

LG

Conny Z. hat gesagt…

Lach, ich auch nicht, aber die "Jugend" hat heute andere Laster als wir ;)

GLG, Conny