21. Dezember 2013

Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte von Noel Hardy

(Copyright: HEYNE-Verlag)

Noel Hardys Buch "Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte" erschien im HEYNE-Verlag am 14.Oktober 2013, um Bücher für die Vorweihnachtszeit pünktlich abdecken zu können.
Diese 224 Seiten erzählen von der tollpatschigen Emma, die nach einem schweren Unfall tatsächlich eine Anzeige gegen ihren eigenen Schutzengel stellt.
Dieses Buch habe ich im E-Book-Format gelesen.

Emma ist tollpatschig und wohl der einzige Mensch, der keinen Schutzengel an ihrer Seite hat.

Alles um sie herum geht den Bach runter, man sagt ihr sogar schon nach, dass ihre Pechsträhne ansteckend sei.
Als dann auch noch ein Unfall geschieht, reicht es Emma – sie verklagt ihren Schutzengel!

Schon bei dem Titel des Buches dachte ich an eine witzige und sehr unterhaltende Geschichte.
Diese begann allerdings sehr merkwürdig, denn überall auf der Welt geschahen Wunder, nur die Protagonistin Emma schien das einzig schwarze Schaf im Buch zu sein.
Durch ihre Tollpatschigkeit hat sie bereits ihren Vater in den finanziellen Ruin getrieben, denn dieser handelt mit wertvollen Antiquitäten und Emmas Ungeschicklichkeit hat ihren Teil dazu beigetragen den Stein richtig ins Rollen zu bringen.

Emma kann einen aber auch wirklich leidtun, denn so richtig gelingt ihr nichts, ohne das ihr körperlich oder in anderer Art etwas passiert.
Die Branche, in der ihr Vater tätig ist, wird hart umkämpft und natürlich boomt der Schwarzmarkt mit zahlreichen gefälschten Antiquitäten und Kunstgegenständen.
Ihr größter Feind dabei ist Salásny, der ihrem Vater eine Fälschung untergejubelt hat, nur um später Schadensersatz zu fordern.

Der Anwalt, der Emma und ihren Vater dabei zur Seite steht, ist es auch, der ihren Schutzengel verklagen soll.
Sehr verwirrend nimmt die Geschichte ihren Lauf und immer unglaubwürdiger wird diese, denn als nach der Anzeige auch noch ein gewisser Murat Honigfeld die Handlung betritt, wird es noch chaotischer.
Er ist angeblich Emmas Schutzengel und soll dafür sorgen, dass sie ihre Anzeige zurücknimmt.

Eine Geschichte, die witzig anfing, gespickt wurde mit fachlichen Details aus Kunst und Kirche und dann in eine unglaubwürdige Handlung übergeht, lässt den Lesespaß an diesem Buch schnell vergehen.
Mir persönlich waren die Umstände, in denen sich die Protagonistin befand zu dargestellt, so ungeschickt und vom Pech verflogt kann doch nun wirklich niemand sein.
Diese Aneinanderreihung ihres ehr misslichen Erfolges, ein normales Leben zu führen, nahm immer mehr zu und wurde einfach nicht spannend.

Eigentlich ist jede Figur in Noel Hardy Buch unglücklich und sucht nach dem Glück in seinem Leben.
Wenn man aber genau hinsieht, haben sie alles, sie sehen es nur nicht, schließlich muss man für ein wenig Glück auch mal was tun!

Noel Hardy hat mich mit seinem „Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel“ verklagte, sehr enttäuscht und mir immer mehr, im Verlauf der Handlung, die Lust an seiner Geschichte genommen!

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK

Kommentare:

Friedelchen hat gesagt…

Wirklich schade, das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Aber dass es so ins Unglaubwürdige abrutscht, würde mich beim Lesen auch stören.
Liebe Grüße

Conny Z. hat gesagt…

Ja, wegen dem Cover hatte ich es auch gelesen, aber schade -.-

GLG,
Conny