8. Januar 2014

Miriams Trauma und Therapie im Buch "Es wird keine Helden geben" (mit Gewinnspielankündigung)

Bei dem Buch „Es wird keine Helden geben“ steht nicht der Amoklauf im Mittelpunkt, sondern das Aufarbeiten der Geschehnisse und die Gedanken an die Vergangenheit und der eigenen Zukunft.
Die Protagonistin erzählt ihre Reaktion bei allen Ereignissen, sodass sich der Leser ein gutes Bild machen kann.

Doch in der Wirklichkeit beginnt das Gehirn den Körper zu schützen – diesen seelischen Schutz nennt man allgemein „Schock“.

Ein Schock kann durch viele Dinge geschehen, aber gerade das erwähnte in Anna Seidls Buch nennt man im Fachbereich PTBS – posttraumatische Belastungsstörung.

(Copyright: liegt beim Designer)

Nicht nur Miriam leidet darunter, auch alle anderen ihrer Freundinnen und Mitschüler verarbeitet diesen Tag auf ihre Weise, aber unter der gleichen „Schockart„.

Und so ist Miriams Reaktionen, im weiteren Gang der Handlung durchaus nachvollziehbar – sie kann die Tat immer wieder vor sich sehen, ist wütend auf die Außenstehenden (ihre Eltern oder auch die Therapeutin) und beginnt dann sich mit allem auseinander zu setzten.

Wichtig hierbei, finde ich, ist, dass man immer daran denken muss, dass diese traumatisch belasteten Menschen die Verarbeitung allein überstehen müssen – als eben dieser Außenstehende kann man nur da sein und auch das eine oder andere nicht ganz so nett gemeinte Wort über sich ergehen lassen.

Die Therapie greift hier auch nur als Unterstützer ein und in dem Buch war diese Unterstützung auch genauso erklärt.
Miriams Therapeutin drängt sie nicht, sie lässt sie selbst entscheiden, wann sie reden will und was sie erzählen möchte.
Jede Form des Nachdenkens und der eigenen Auseinandersetzung mit sich selbst ist Therapie.

(Copyright: beim Fotografen)

Auch die Form der Gruppentherapie wird dies klar dargelegt, denn gerade junge Leute in Miriams Alter fühlen sich missverstanden und beginnen ein trotziges Schweigen.
Das Reden in der Gruppe und miteinander auseinandersetzen bringt ebenso einen Zusammenhalt in diese Gruppe hinein.

(Copyright: beim Designer)

Miriam zeigt Formen einer akuten Belastungsreaktion: sie hat „Flashbacks“, sie träumt davon die Tat immer und immer wieder erleben zu müssen und bestimmte Dinge – Menschen, Orte – lassen sie zurückerinnern.

Nach all den Artikeln im Internet und Ausführungen über die verschiedenen Arten von Miriams Trauma ist mir eines klar geworden – die beste Therapie ist das Reden und die Toleranz dem, ich nenne es jetzt mal Patienten, die Chance zu geben, selbst zu entscheiden, wann er/sie darüber reden möchte.

Und auch wenn diese es nicht zeigen, ist es wichtig Menschen um sich zu haben, die wirklich zu einem stehen und sich dafür interessieren, dass derjenige wieder ein halbwegs normales Leben führen kann, denn eines ist sicher – was geschehen ist, das kann niemand rückgängig machen!

(Copyright: beim Fotografen)


 Das Thema "Therapie" beschäftig auch noch andere Blogger heute, deswegen habe ich hier alle verlinkt, die euch zu diesem Thema berichten werden:


Ebenso findet ihr alle Themen, mit Bloglinks, auf Ka-Sa`s Buchfinder wieder!

Und natürlich darf eine Leserunde auch nicht fehlen: Lovelybooks

Und, wie in der Überschrift bereits angekündigt, könnt ihr auch was gewinnen. Kommt dafür am 10.Januar wieder hier her und nutzt eure Chance auf 10 signierte Exemplare, die ihr bei mir gewinnen könnt!!!

Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

O.K. Termin ist schon mal notiert.

LG..starone...

Conny Z. hat gesagt…

Perfekt - bitte die Teilnahmebedingungen unter "aktuelles Gewinnspiel" dazu beachten!

Alles LIebe,
Conny

lesenundmehr hat gesagt…

Toller Artikel, hat mir sehr gut gefallen, danke dafür :-)

Conny Z. hat gesagt…

Danke schön :)