19. Februar 2014

Für immer die Liebe von Cynthia J. Omololu

(Achtung: Dies ist der zweite Teil der “Für immer” Reihe. Meine Rezensionen könnten Spoiler enthalten, vor diese warne ich hiermit!)

(Copyright: Dressler-Verlag)

Nach dem Start der zweiteiligen Reihe mit “Für immer die Seele” ist nun am 20. Januar 2014 der Folgeband “Für immer die Liebe” erschienen.
Cynthia J. Omololu setzt die Geschichte ihrer Protagonistin Nicole weiter fort und lässt die Leser auf 384 Seiten wanken, zweifeln und lieben.

Nicole (Cole) erholt sich von dem Übergriff auf sie und Griffon.

Sie muss sich nun damit abfinden nie wieder so Cello spielen zu können wie bisher.
Und noch etwas beginnt sie zu belasten, den Drew ist davon überzeugt, in Coles Vergangenheit ihre große Liebe gewesen zu sein …

Wie würde man selbst reagieren, wenn man erfährt, dass man sich an alles erinnern kann. An wirklich alles. Coles frühere Leben beginnen in ihren Erinnerungen wieder aufzuflammen und je mehr dazukommt, desto erwachsener, aber auch verletzbarer wird sie.
Schon der erste Teil “Für immer die Seele” faszinierte mit der Idee, wiedergeboren zu werden, aber nur ausgewählte Personen erinnern sich auch an diese Leben.
Diese Erinnerungen bedeuten Macht - man kann planen und das nicht nur eine kurze Zeitspanne lang, sondern auch über Hunderte von Jahren hinweg.
Erst im zweiten Teil “Für immer die Liebe” wird dem Leser genau das vor Augen geführt.

Die Aspekte, die noch im ersten Teil romantisch waren, spiegeln hier nun das schwarz und weiß von Nicoles, von allen immer nur Cole genannt, derzeitigen Leben wieder.
Ihre Beziehung zu Griffon, die so langsam gefestigt worden, bekommen nun Risse, diese werden durch Drew erschaffen.
Seine Figur begegnete einem schon am Rande des Vorbandes, aber hier wird erst deutlich wie wichtig er für Coles Leben ist.
Sie ist so schon schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, dadurch, dass sie ihr geliebtes Cellospiel nie mehr so perfekt beherrschen wird, wie sie es sonst immer tat.
Ein Angriff gegen sie war von Nöten und ihre Träume zerbarsten, wie die Fensterscheibe ihres Elternhauses.

Schon allein durch diese Schwäche, ist es ein Leichtes gewesen für Drew sie noch mehr verwirren zu können. Denn die Vergangenheitssegmente, die sie immer wieder überfallen, schwächen sie noch mehr.
Griffon kann ich ihn diesem Teil nicht verstehen, denn obwohl er sagt, dass er Cole liebt, ist es doch ein leichtes in von ihr abzubringen.
Er ist nicht mehr der, den man kennengelernt hat - er wirkt kalt, distanziert und allem erhaben.
Durch dieses Verhalten tritt Drew mehr in den Vordergrund - zur einen Seite der “Bad Boy”, aber doch auch sehr weich und gefühlvoll.

Aber Cynthia J. Omololu hat einen guten Weg gefunden Coles weiteren Weg darzulegen, gerade weil die Zukunft und die noch verborgenen Fragen der Akhet vom ersten Teil mir im Hinterkopf geblieben sind.
Cole ist eine Protagonistin die zwar ihre Geschichte erzählt, aber an die man nicht wirklich herankommt, da sie sehr emotional ist und zu viele Gefühle durch ihren Kopf geistern, dies schreckte mich ab und zu ab.

Da ist es wieder ihre beste Freundin Rayne, die für mich an erster Stelle bleibt. Denn wie schon in “Für immer die Seele” ist sie der Fels, an dem sich Cole ketten kann, wenn ihr Meer an Tränen und Emotionen zu überfluten versucht.
Dadurch, dass die Autorin auch Raynes Figur hier in den Mittelpunkt bringt, werden viele Ereignisse und spannende Sequenzen vorangetrieben.

Man begibt sich quasi auf eine Tätersuche, die zwischen den unterschiedlichen Wiedergeborenen gesucht werden müssen, und grübelt über Freund und Feind zusammen mit Cole nach.
Die Vergangenheitsszenen sind es die dieses Mal nicht so sehr im Vordergrund standen und oft auch einwenig verwirrend dargelegt wurden. Sie passten für mich nicht zu den jeweiligen Personen und waren nicht so als wichtig zu erachten, wie es die Figuren in diesen Momenten darstellten.
Ich hatte zum Schluss das Empfinden, dass die Autorin ihr Buch beenden muss, so schnell wie möglich. Vielleicht wäre der Weg eines dritten Teil, hier der Beste gewesen, da sehr, sehr viel Potenzial in der Geschichte steckt und noch einige Vergangenheiten von Cole dadurch besser hätten beleuchtet werden können.

Trotz alldem hat mich Cynthia J. Omololus Geschichte unterhalten und ich würde mich freuen in naher Zukunft wieder in einem Buch aus ihrer Feder abtauchen zu dürfen.

“Für immer die Liebe” besitzt Schwächen, die der erste Teil nicht hatte und zeigt diese auch an seinen Figuren. Er besticht dennoch mit Unterhaltung und einer Handlung, die man nicht so einfach zur Seite legen kann.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK 


Rezension zu "Für immer die Seele"

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