25. März 2014

Eistochter von Dawn Rae Miller

(Copyright: Blanvalet-Verlag)

Im Blanvalet-Verlag erschien am 17.Februar 2014 Dawn Rae Millers Buch „Eistochter“.
Auf 416 Seiten wird die Geschichte von Lark erzählt, die als künftiges Oberhaupt immer in Augenschein genommen wird.

Lark ist die Tochter der obersten Führerin ihrer Gemeinschaft und seit ihrer Geburt mit Beck zusammen.

Selbst im Wohnheim ihrer Schule sind die beiden die Einzigen die sich, als Junge und Mädchen, ein Zimmer teilen dürfen.
Jeder weiß, dass bei der Bekanntgabe ihrer Partner, diese beiden offiziell zusammengeführt werden und eines Tages als Anführer gelten.
Doch alles ändert sich, als die „Empfindsamen“ Lark angreifen und Beck sich ihnen in den Weg stellt.
Er verschwindet, zusammen mit anderen Freunden, aus der Schule und Lark macht sich auf ihren Freund zu finden, doch dabei muss sie feststellen, wie ihre heile Welt zusammenbricht …

Larks Geschichte ist immer bedeckt von Eis und Schnee, so stellt es auch das Cover dieses Taschenbuches dar.
Aber nicht nur das, auch die Gemeinschaft in der Lark lebt hat diese Eiseskälte im Herzen.
Man beginnt sie kennenzulernen, wenn Lark über ihre eigene Mutter nachsinnt, die sie immer nur über das Fernsehen betrachten kann, persönliche und zärtliche Zusammenkünfte sind untersagt und werden bestraft.

Gerade unter den Schülern herrschen diese strengen Regeln. Aber alle sind Teenager und in Larks eigenen Gefühlen beginnen immer wieder die Hormone hochzukochen, die sie vor Beck doch verbergen will.
Merkwürdig war es, dass ein Junge und ein Mädchen in einem Raum schlafen müssen, sich manchmal sogar das Bett teilen, aber keinerlei Zärtlichkeiten austauschen dürfen - will so da vermieden werden, dass sie Gefühle aufbauen oder auch Grenzen überschritten werden.
Das System bemerkt alles über ein spezielles Armband, dass jeder trägt, aber es gibt keinen Alarm, wenn es vom Handgelenk entfernt wird, nur damit der Träger einen privaten Moment für dich hat - ein Zwiespalt, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte.
In dieser Gemeinschaft herrscht die totale Überwachung und diese zeigt die Protagonistin dem Leser immer wieder auf, oder setzt sich darüber hinweg.

Vor einer großen Bedrohung müssen alle fürchten – die Empfindsamen.
Was es genau mit diesen auf sich hat, wird leider zu wenig erklärt, um es selbst auch nachvollziehen zu können, warum alle solche Angst vor ihnen haben.
Lark ist zu Beginn der Geschichte eine eingeschüchterte Protagonistin, die sich eigentlich gern gegen das System stellen möchte, um Beck zu zeigen, was sie für ihn empfindet. Doch auf ihrer Suche nach Beck empfand ich die innere Stärke von ihr sehr mitreißend und positiv für die Geschichte.
Von Beck bekommt man leider nicht sehr viel mit, aber er ist der typische Frauenschwarm, der weiß, wie er auf das weibliche Geschlecht wirkt und vor allem wie er Lark triezen kann, dass ihr Puls nach oben schießt.

Hinter der ganzen Gemeinschaft erkennt man nach und nach ein riesiges Geheimnis, dass Lark im Laufe der Handlung aufzeigt, aber leider zu vorhersehbar wird.
Es nahm mir persönlich einfach die Lust am Lesen. Auch ist die Balance zwischen den ruhigen Szenen und denen voller Action und geheimnisvollen Andeutungen zu unausgeglichen. Immer wieder wurde ich in Situationen geschmissen, die zu wenig beschrieben waren und sich nur auf einen Punkt fixierten, ohne das drum herum und den Grund zu erläutern.
In Dawn Rae Millers Erzählstil fehlte mir die Lebendigkeit, viel zu oft waren die Szenen eiskalt, wie die Umgebung in der Lark lebt und auch die Figuren untereinander fanden kein gutes Haar aneinander und machten sich oft das Leben zu schwer.

„Eistochter“ von Dawn Rae Miller, erzählt eine Geschichte des Ausbruchs und der Selbstfindung der jungen Protagonistin Lark. Aber die Eislandschaft um sie herum sitzt auch in den Figuren und ihren Handlungsweisen zu tief fest.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK 

Kommentare:

Katja Koesterke hat gesagt…

Ich muss das auch endlich mal lesen, ist auf meiner Wunschliste!!!

Knddel Katja

Conny Z. hat gesagt…

Bekommste von mir *knutsch*
LG, Conny

Kleine8310 hat gesagt…

Eine schöne Rezension. Das Buch setze ich auch mit auf meine Wunschliste:-)Lg Petra www.papierundtintenwelten.blogspot.de

Conny Z. hat gesagt…

Und das, obwohl ich nur 3 Kolibris vergeben habe :D
Hach, danke schön <3

Alles LIebe,
Conny