28. April 2014

Kopflos in Modane von Vivien Johnson

(Copyright: Vivien Johnson)

Als Selfpublishing erschienen ist Vivien Johnsons Geschichte “Kopflos in Mondane”.
Der 5.Februar 2014 war der große Tag der Veröffentlichung und 243 Seiten können von den Lesern verschlungen werden.
Ich danke der Autorin für die Rezensionsdatei!

Kopflos, so fühlt sich die schüchterne Nele, als sie erfährt was sie als Erbe antreten soll.
Ein riesiges Anwesen in der kleinen französischen Stadt Modane, von einem Onkel den sie nicht kennt.
Und ebenso kopflos geschieht es ihr, als sie sich in eine Affäre mit Giuseppe einlässt.
Doch die größte Gefahr lauert hinter dem Erbe, dass ein tödliches Ende für sie bedeuten kann …

Die Protagonistin von Vivien Johnsons Werk lernt man als sehr schüchternes Mäuschen kennen, dass vollkommen von ihrem Leben überrumpelt wird, als sie ihr Erbe antreten soll.
Sie beginnt eine abenteuerliche Reise nach Modane, eine romantische Stadt an der Grenze zu Italien.
Doch schon zwischen den Erzählungen von Nele, werden Sichten geschoben, die eine große Bedrohung für sie darstellen.

Unter anderem hat es was mit Giuseppe zu tun, den Polizeichef des Ortes und späterer Geliebter. Mit ihm hat nicht nur Nele ihr kämpfen, auch ich wurde regelmäßig in Versuchung geführt nur ein Kopfschütteln für diese Figur übrig zu haben.
Während nämlich Nele sich immer stärker in ihre neue Rolle hervorhebt, ja sogar beginnt anderen die Stirn zu bieten, um ihren Standpunkt klar zu machen, wird aus diesem attraktiven Kerl … ein Weichei.
Nele liebt und vertraut ihm, was man zuerst auch nachvollziehen kann, denn so ganz allein in einem fremden Land ist es schwer Kontakte zu knüpfen.
Vivien Johnson treibt Leser und Figuren in ein reines Gefühlschaos, dass von einer starken Frau angeführt wird.

Wo ich dachte in einer Liebesgeschichte hineingeraten zu sein, findet man sich mitten im Buch in einem wahren Actionszenario wieder.
Großes Erbe und das damit zusammenhängende Geld und Wissen sind es, was Nele zum Verhängnis wird, denn ihr Onkel war nicht nur ein reicher Mann, es hatte alles seine Gründe ihn aus ihrem Leben fernzuhalten.
In mitten all dieser schlimmen Offenbarungen, einer Liebe, die nur den Anschein einer Affäre hat, sind es die Nebenfiguren, welche Nele Halt geben.

Mich hat die Haushälterin Marlene gänzlich mit ihrer Warmherzigkeit und mütterlichen Wesen von sich überzeugen können. Auch Nele findet in ihre eine Freundin, die immer zu ihr hält und für sie da ist.
Die Autorin baut ihre Geschichte geheimnisvoll ineinander auf, sodass das Bild der ständig wachsenden Bedrohung zwar für den Leser, aber nicht für die Figuren deutlich wird, was ersteren noch mehr mitfiebern lässt.
Auch versteht sie mit ihren Worten die Situationen zu umschreiben, besonders die zärtlichen Momente sind es, die ihr hier gelingen.
Nur konnte ich gewisse Szenen nicht nachvollziehen, wie das reine Chaos zwischen Nele und Giuseppe, dass sie sich einbrocken und einfach zu stur sind es zu klären.

Und doch, trotz allen Höhen und Tiefen, liest sich “Kopflos in Modane” einfach so lang hin - flüssig und einnehmend.
Auch ist ein nächster Teil bereits in Planung. In diesem wird es allerdings nicht um die hier angegebenen Protagonisten gehen.

“Kopflos in Mondane” erscheint zuerst so wie es der Titel verheißt, ist ins sich aber erkennbar strukturiert und begeistert mit einer starken Protagonistin.

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