2. Juni 2014

Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen von Katie McGarry

(Copyright: Oetinger-Verlag)

Am 20.Februar 2014 erschien diese ungewöhnliche Liebesgeschichte aus der Feder von Katie McGarry.
Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen” umfasst 416 Seiten und wurde auf dem deutschen Markt vom Oetinger-Verlag herausgebracht.
Ich danke diesen für das Rezensionsexemplar!

Narben, Therapien … aber keine Erinnerungen - das ist Echos Leben.
Ausgerechnet sie, die immer die Beliebte an der Schule war, hinter ihren Rücken wird getuschelt und geglotzt.
Noahs Leben verläuft ähnlich schräg, denn er hat nun wieder die Schule gewechselt und versucht alles Mögliche zu tun, um endlich seine Brüder wiederzubekommen.
Zwei gebrochene Seelen begegnen sich und müssen feststellen, dass sie zusammengehören und nur gemeinsam heilen können …

Allein das Cover, mit dem nicht erkennbaren Mädchen, war es, dass mich neugierig auf den Inhalt gemacht hat.
So muss sich Echo fühlen, dachte ich, als ich in der Geschichte eingetaucht war. Sie erkennt nicht, wer sie ist, oder wer sie war.
Nur die deutlichen Narben auf ihrem Arm, die sie vor aller Welt verborgen hält, zeigen, dass etwas scheinbar ziemlich schief gelaufen sein muss.
Als Leser steht man genauso unwissend vor Echos Leben wie sie selbst und nur gemeinsam kann man herausfinden, was ihre tiefsten Ängste vor ihr verbergen.

Die so schon gezeichnete Protagonistin wird auch von ihrem eigenen Vater und dessen neuer Frau ordentlich getrieben. Ashley, Daddys neue Frau, ist schwanger, und darüber hinaus kommt sie auch als ziemliches Dummchen herüber, das aber scheinbar weiß, wie sie ihren Mann um den Finger wickeln kann. In diesen Szenen kann man Echo nur bemitleiden.
Und noch ein Aspekt ist wichtig aus Echos Vergangenheit, ihr Bruder Aires starb als Soldat im Afghanistan Krieg. Ebenso spielt Echos leibliche Mutter eine große Rolle. All diese Dinge werden sich später zu einem riesigen Bild zusammensetzten, das mich stark hat schlucken lassen - leicht verdaulich wird Echos Geheimnis für niemanden sein!

Katie McGarry hat Sichtwechsel eingebaut, zum einen um Echo kennenzulernen, zum anderen um an Noahs Seite dessen Gefühle lauschen zu können.
Noah, immer wieder treffe ich in letzter Zeit auf einen Noah, der mich schwer beeindruckt und mit sich zieht - so einer ist Noah Hutchins auch.
Obwohl er seine Vergangenheit in vielen Pflegefamilien verbrachte, ist er dennoch ein starker Charakter mit einem flüssigen Kern. Denn er hat nur noch ein Ziel, seine Brüder wieder zu sich zu holen und die Verantwortung zu übernehmen.
Die Drei haben ihre Eltern bei einem Brand verloren und seitdem sind sie getrennt voneinander aufgewachsen. Noah wurde von Stelle zu Stelle gebracht und seine Erinnerungen daran, berichten dem Leser von dessen schlimme Erfahrungen.
So ist es kein Wunder, dass er ein großes Misstrauen allen gegenüberzeigt.

Ich wage zu behaupten, dass es ordentlich bei ihm geknistert hat, als er Echo sieht, auch wenn sein Verhalten ihr gegenüber alles andere als höflich war.
Immer wieder sieht man die leichten Veränderungen der Figuren, wenn sie sich annähern und auch spielen die Erinnerungen, welche sie miteinander zu teilen beginnen, eine tragende Rolle.
Die Autorin hat einen gefühlsträchtigen Erzählstil, mit vielen dunklen Ecken, die durch zarte Emotionen ihrer Figuren, besonders der der Protagonisten beleuchtet werden.
Diese Geschichte ist keineswegs eine leichte, wie die sonst erzählten Liebesgeschichten, aber es besitzt authentische Begebenheiten und sie lässt so lange den Leser nicht los, bis dieser knallhart alle Fakten erkennt.

“Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen” - ein Buch über Erinnerungen, die Sicht in die Zukunft und Entscheidungen, die nur mit dem Herzen getroffen werden können.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK


1 Kommentar:

Buchliebhaberin hat gesagt…

Hey :)

Eine wirklich tolle Rezension, die mich in meinem Wunsch, das Buch endlich zu lesen, sehr bekräftigt! Besonders diese besondere Beziehung zwischen den beiden interessiert mich sehr. :)

Liebe Grüße,
Nicole ♥