5. Juli 2014

Audreys Rückkehr von Ann Westpahl

(Copyright: Ann Westpahl)

Wer das Cover von „Audreys Rückkehr“ sieht, denkt wahrscheinlich nicht, dass sich dahinter eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, voller geistgemachter Zufälle entwickeln wird.
Ann Westphal erzählt diese auf 305 Seiten und hat sie selbst am 1.März 2014 veröffentlicht.

Feuer und Wasser, das sind die Brüder Max und Paul.
Beide sind attraktiv, aber scheinen nicht fähig zu sein eine ordentliche Beziehung zu führen, bis der Geist ihrer Mutter eingreift.
Ihr Vater Hans spürt sie immer wieder bei sich, seine geliebte Audrey.
Sie ist es die Max mit der Schönheit Charlie zusammenbringt und beide auf einem steinigen Liebesweg begleitet …

Ein recht ungewöhnlicher Weg eine Liebesgeschichte zu startet, mit dem Geist der Mutter. Aber Ann Westphal macht das auf so sympathische Weise, dass man es ihre einfach glauben muss.
Gerade weil die Geschichte so lebendig wird, durch das Zutun des angeblichen Geistes, laufen viele Situationen in unbekannte Richtungen, so auch bei dem Zusammentreffen der Hauptakteure in dieser Handlung.

Max wird zuerst als wahrer Macho beschrieben, stellt sich im Verlauf aber als eigentlich guter Kerl, mit weicher Seele, heraus, der wirklich vom Blitz getroffen wird, als ihm Charlie gegenübersteht.
Charlie hingegen ist die toughe Frau, welche bisher mit jedem Mann klargekommen ist und eigentlich jeden zeigt, dass sie kein Interesse an einer Liebesgeschichte hat, aber bei Max fliegen wirklich die Funken.

Die lustigen Situationen und Momente entstehen durch diese beiden und selbst als Leser entdeckt man das tiefe Seufzen während diesen. Es ist eine süße Liebe, die sich auf fruchtbaren Boden vermehrt.
Ich selbst mochte diese Unbeschwertheit, die Ann Westphal auf ihre Protagonisten überträgt und dadurch eine Lockerheit in die Geschichte bringt, die man manchmal in andern Geschichten vermisst.
Aber auch die ernsten Seiten zwischen Max und Paul, sowie den Verlust der Mutter und der Beziehung zum eigenen Vater wird zum Thema, und bringt leider ab und an nicht so schöne Szenen zwischen den Männern zum Vorschein.

Hans tat mir am meisten Leid, denn er ist so ganz allein und fixiert sich immer mehr auf den Geist seiner geliebten Elle, die von allen nur noch Audrey genannt wird (eine kurze Szene erzählt von dieser Namensgebung).
Paul konnte ich von allen Figuren am wenigstens Leiden, aber das war vielleicht auch die Absicht der Autorin, wer weiß das schon (außer sie natürlich).

Ihr Erzählstil ist mitreißend, sehr flüssig und verspricht durch die Prise Erotik verheißungsvolle Momente für die Figuren und ihre Leser.
Auch wenn sie einen einzigartigen Weg geht, diese Liebesgeschichte zu erzählen und die mystische Seite eine große Rolle zugesprochen wird, so erscheint diese sehr real.

„Audreys Rückkehr“ ist eine Geschichte über den Verlust und das man den eigenen Weg mit neuen Weggefährten weiter fortsetzen kann. Eine Liebesgeschichte unter geisterhaften Schutz.

Zum Buch: KLICK

1 Kommentar:

starone hat gesagt…

Nee, eher an Frühstück bei Tiffany.
Aber es ist ein Hingucker allemal.

LG..starone..