12. Juli 2015

Barfuß im Regen von Hannah Siebern


In Hannah Sieberns Protagonistin kann man sich von der ersten Seite an einfühlen. Sie geht zum Leser sehr offen mit ihren Gefühlen um und lässt diesen in ihr zertrümmertes Herz schauen. Auch zeigt sie ihre starke Seite, ohne der sie wohl niemals ihre Zeit in Mexiko hätte überstehen können.

In Josh, Jannas absolutes Gegenstück, muss man sich einfach vergucken. Er ist witzig, überaus charmant und weiß, wie er sich Janna gegenüber zu verhalten hat.

Hannah Siebern nutzt die Geschichte aus einer naiven Phase ihrer Protagonistin aus, um anderen zu zeigen, wie schwer es manchmal ist, den richtigen Weg erkennen zu können und wie viel Mut es dazu verlangt, diesen dann in eine andere Richtung weiterzugehen.

Auch ihren flüssigen und sehr durchdachten Erzählstil hat sie sich beibehalten und neben den vielen Erzählungen über Mexiko, auch die Stitten und Umgänge in dem Land mit hineingebracht.
Mir hat dabei die Sprache sehr gut gefallen, denn es verleiht der Geschichte etwas Realismus, wenn die Figuren in ihrer Muttersprache sich wiedergeben können. Und man wird natürlich nicht im Regen stehen gelassen, sondern bekommt die perfekte Übersetzung gleich in den Handlungsstrang mit dazu, ohne dass es gestelzt herüberkommt, oder der Lesefluss beeinträchtigt wird.

Die Autorin macht mal wieder Lust auf mehr und ich bin sehr gespannt darauf, in welche Welt sich ihre neue Romanidee sich das nächste Mal stürzen wird.

„Barfuß im Regen" ist keine kitschige Liebesgeschichte … sie unterhält mit dem Leben und den Schritten in eine neue Zukunft, auf eine ganz fantastisch erzählten Weisen.

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