13. Oktober 2015

Silber - Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier

(Copyright: Fischerjugendbuch-Verlag)

Endlich war es soweit und die Leser der Silberbücher von Kerstin Gier wurden mit dem dritten Band “Silber - Das dritte Buch der Träume” vom Fischerjugendbuch-Verlag (FJB) versorgt.
Der 8. Oktober 2015 wurde wohl von vielen Rot im Kalender notiert, damit man sich gleich auf die 464 Seiten stürzen konnte.

Liv, Henry und Grayson verlässt der Mut nicht in den Traumgängen nach Arthur zu suchen, um seine Machenschaften, andere Träume zu manipulieren, einhalten gebieten zu können.
Als sich die Übergriffe häufen und auch Anabel wieder mit ihrem todbringenden Dämon anfängt halten die drei Freunde zusammen.
Nicht nur Übernatürliches bestimmt das Leben der Teenager, auch die erste Liebe mit allen Hürden gehört auch in ihren Leben dazu …


Mit “Silber - Das dritte Buch der Träume” in der Hand kehrt man als Leser in Livs Welt zurück.
Allein das Cover lässt einen versinken und träumen. Die dort abgebildete Eidechse ist ein Blickfang für das Cover und ihre zahlreichen Details, welche um sie herum angeordnet sind, rahmen sie zusätzlich ein.
Ein Traum in Papier und Farbe, dass für mich die anderen Bände noch übertrifft.
Aber natürlich war es auch die Geschichte, die mich gefangen nehmen konnte. 

Liv hat es nicht leicht. Man bemerkt in ihr die Unruhe, die sich verspürt sobald Anabel auf der Bildfläche erscheint, an.
Auch das gesamte Thema Beziehung scheint sie sehr zu belasten. Immer wieder ist es der erste Sex mit Henry, der ihr Angst macht. Denn welches junge Mädchen hatte davon nicht Angst und Selbstzweifel.
Sie spinnt ein enges Geflecht auch Lügen um dieses heikle Thema herum und beginnt damit sich von Henry zu entfernen. Gerade diese Szenen, zwischen den beiden, sind es, welche die Handlung auflockern und dem Leser eine kleine, und meist auch lustige, Verschnaufpause gönnen.

Heikler und überaus spannend sind die Handlungsstränge um die Träume herum.
Anabel und Arthur sind das “Feindbild” Nummer uno, dass sich gegen alles und jeden zu stellt scheint.
Scheinbar problemlos fördern und schüren sie die Ängste der Freunde und ihres Umfelds, auch wenn die meisten nicht wissen, was tatsächlich geschehen ist. Meist ist es im Leben immer die Angst vor dem Ungewissen, und man fühlt hier förmlich mit den Figuren mit.

Die Seiten rasen zwischen den Fingern des Lesers dahin und immer wieder kommt eine zu Wort.
Secrecy mit ihrem “Tittle-Tattle-Blog”. Sie fasst die Situationen noch mal zusammen und scheinbar unentdeckt schreibt sie über Skandale und bringt böses Blut untereinander zum Vorschein.

Meine absolute Lieblingsfigur ist Livs Schwester Mia. Selten erlebt man so ein aufgewecktes junges Mädchen, dass sein Umfeld genaustens analysiert und sich auf viele Dinge ihren eigenen Reim macht. Sie ist ein kluges Köpfchen und wird noch viele in und außerhalb der Geschichte überraschen.
Besonders die Erforschung von Secrecy hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, was sie mit Charme und sehr viel Witz auf sich nimmt. Das Ende davon wird natürlich nicht verraten.
Ich war von dem Ausgang der gesamten Geschichte sehr überrascht und finde es toll von der Autorin, dass sie noch die kleinste Frage, die ich mir beim Lesen gestellt hatte, aufgelöst hat.

Mit ihren lustigen Szenen und Figuren schafft Kerstin Gier nicht nur einen unterhaltenden Roman, sondern sie versteht es auch Rätsel und Fallen aufzustellen, welch ihre Figuren und Leser lösen oder auslösen werden.






Kommentare:

Romantic Bookfan hat gesagt…

Hi Conny,

ich war am Sonntag auf einer Lesung von Kerstin Gier und war schon allein von den Häppchen, die sie vorgelesen hat, wieder total begeistert. Und deine Rezi bestätigt das nochmal, ich freu mich schon aufs Lesen!

LG Desiree

dieSeitenfluesterer -unserBuchblog hat gesagt…

Hallo Desiree,

ja eine Lesung von Kerstin Gier ist wirklich lustig und macht immer wieder Lust auf mehr Lesestoff von ihr.

Ich hoffe Silber gefällt dir :)

LG,
Conny