5. November 2015

Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

(Copyright: cbt-Verlag)


Im Oktober 2015 erschienen die 544 Seiten von Nina Blazon, welche den tollen Titel “Der Winter der schwarzen Rosen” tragen.
Mit seinem auffällig gestalteten und passend dekorierten Cover hat der cbt-Verlag ein kleines Kunstwerk geschaffen.

Liljann und Tajann könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch sind sie Zwillingsschwester. Zusammen mit ihrem Vater leben im Jagdhaus und sorgen dafür, dass die Lady immer ihre schwarzen Hirschfelle geliefert bekommt.
Etwas Magisches haben diese Felle, sie lassen nichts hindurch und schützen so ihre Wachen vor Angriffen aus dem Grauwald.
Auf dem Fest der roten Nacht lernen die Mädchen zwei Männer kennen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und reißt sie auseinander …

In die Geschichte hinein zu kommen war für mich sehr schwer, denn viele Begriffe und fremde Bezeichnungen liefern mir über den Weg.
Nina Blazon lässt beide Mädchen die Geschichte erzählen und mit jedem neuen Kapitel wechselt diese dann hin und her.
Von einer starsinnigen und sehr gefährlichen Lady ist die Rede und von schweren Strafen für diejenigen, die Magie benutzen, oder sich den heidnischen Ritualen hingeben.

Liljann ist anders als ihre Schwester, sie spürt die Magie in der Welt und auch wie die weißen Frauen ihre Schwestern umlagern und huldigen.
Tajann hingegen ist eine Jägerin, hochmütig und sehr schön, sie scheint sich vor nichts zu fürchten.
So kommt es, dass man, zusammen mit den Figuren, sich auf dem Ball der roten Nacht wiederfindet. An diesen, so erzählt man sich, hat die Lady vor Jahren den Hirschkönig Jar niedergestreckt. Er soll ein Halbwesen gewesen sein. Liljann übernimmt hier die Rolle der verängstigten Maus und ihre Schwester ist die Rose in einem Nest von Schlangen.

Als Erstgeborene liegt es an Liljann davon zu reiten, um neue Gebiete zu erschließen und ihrer Schwester den Weg für eine eigene Zukunft zu ebnen. Das Ganze war also komplett umgedreht, zu unserer Welt, in denen die Erstgeborenen “das Königreich” übernehmen und die Zweiten meist gewinnbringend verheiratet werden.
Hier ist es jedoch so, dass die Männer, welche die Mädchen treffen ,nicht das sind, wie man es im ersten Moment erwartet.
Diese führen beide Frauen in eine ihnen unbekannte Welt und schnell ist klar, dass die Magie, welche die Lady auszurotten versucht, nie verschwunden ist.

Die Autorin hat eine sehr fantasievolle Welt erschaffen, die in manchen Szenen sehr übererklärt war, aber ich zum Ende hin schon sagen muss, dass ich die Figuren nicht ziehen lassen wollte.
Alles ist in sich verschachtelt und ergibt ein großes Bild. Ganz toll empfand ich auch die Entwicklung der Figuren, besonders natürlich der Schwestern.

“Der Winter der schwarzen Rosen” ein düsterer Eintritt, an dessen Ende man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.








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