7. Dezember 2015

Die 100 - Tag 21 von Kass Morgan

(Copyright: Heyne fliegt - Verlag)

Nach dem Erfolg der Serie setzt Heyne fliegt auch hier die Buchreihe weiter fort. Mit „Die 100 – Tag 21“ erfahren die Leser der 320 Seiten, wie es mit Clark, Bellamy und Wells auf der Erde weitergeht.
Seit dem 19. Oktober 2015 ist dieser zweite Teil im Handel erhältlich.
Clarke und Bellamy machen sich auf die Suche der verschwundenen Octavia. Bereits seit einigen Tagen wissen die 100, dass sie nicht allein auf der Erde sind, sondern etwas die Strahlung überlebt hat.
Bellamy und Wells fangen wenig später eine Erdgeborene ein und Wells selbst ist es, der dieser immer näherkommt.
Derweil plagen Clarke ganz andere Sorgen, denn es sind bald 21 Tage um, auf der Erde und nach ihrem Wissensstand treten nach diesen die ersten Strahlenopfer auf.
Ein paar der 100 erkranken und Clarke ist sich nicht sicher, ob sie wirklich an einer Strahlung infiziert sind, oder an etwas anderes leiden …

Soviel sei vorweggenommen, die Buchreihe driftet immer mehr von der Serie davon, also sehr viel, außer ein paar Figuren, haben die beiden nicht mehr gemeinsam.
Kass Morgan setzt dort an, wo ihr erster Teil endete und so bekommt sie Geschichte schnell wieder ihre Geschwindigkeit.
Leider ist diese manchmal nicht gerade förderlich für den Verlauf und die Entwicklung der Figuren.
Der Zwist zwischen Clarke und Wells wird sich wohl nie so ganz auf der Erde aus dem Weg legen lassen, da Bellamy nun auch sehr oft mitmischen darf. Für mich ist es auch lieber, wenn Bellamy den Part an Clarks Seite übernehmen darf. Wahrscheinlich beeinflusst mich in diesem Aspekt aber eher die Serie.

Auch wird man als Leser wieder auf die Arche gebracht und erfährt, wie es Glass und Luke ergeht. Beide kämpfen auf dem abgeriegelten Teil um ihr Überleben. Ihre Szenen waren für mich sehr spannend, da ein großes Geheimnis noch immer zwischen ihnen steht.
Jede Geschichte für sich geht zwar weiter, aber eine wirkliche Entwicklung konnte ich nicht erkennen. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass es nur langhin erzählt wurde, um bestimmte Stellen erklären zu können. Ein Übergang, sozusagen, um dann im entscheidenden Teil dem Leser den Platz zu lassen, ohne die Stellen übererklären zu müssen.

Zwar war es eine willkommene Auflockerung, dass auf einmal eine Erdgeborene gefangen wird und dass ein paar der 100 erkranken. Doch dies alles ist kein wirklicher Antrieb für die Figuren und wird nachher mit ein paar Sätzen beendet.
Es entsteht ein Hin und Her zwischen Umgebung erforschen, sich um Dinge streiten, die eh zu nichts bringen und dem Wechsel auf die Arche, wo es ähnliche Situationen zu durchleben gibt.
Kass Morgan hat so eine gute Hintergrundidee erschaffen und eigentlich sehr viel Material, dass sie umsetzten könnte, aber anscheinend nicht das Talent, diese Ideen wiederzugeben.

Schaut euch die Serie an, die Macher dieser haben sich mehr einfallen lassen, um die Spannung halten zu können!

1 Kommentar:

Marie hat gesagt…

Huhu!

Nachdem mich die Serie schon bei der ersten Folge absolut nicht angesprochen hat, bin ich mal gespannt, ob mir die Bücher gefallen werden. Den ersten Teil werde ich jedenfalls jetzt über die Weihnachtsfeiertage lesen, wenn wir ins Familienhotel nach Salzburg fahren, wo wir jedes Jahr ein paar Tage zum Ausspannen verbringen.

Liebe Grüße
Marie