3. Dezember 2015

Mara und der Feuerbringer von Tommy Krappweis

(Copyright: Egmont Schneiderbuch)

Tommy Krappweis Geschichte, um die 14 jährige Mara, erschien bereits im Jahr 2009. Aber diesem Jahr (2015) hatte “Mara und der Feuerbringer” sein Kinodebüt.
332 Seiten füllte der Autor mit einer witzigen, germanischen Handlung.

Mara ist ein ganz normales 14 jähriges Mädchen, na gut, wären da nicht diese merkwürdigen Träume und … ihre Mutter.
Diese gehört zu einer Verbindung, die sich “Wiccas von der Au” nennen und Seminare abhalten. Nein, keine normalen Seminare, sondern Baumsprechseminare und all solchen Selbstfindungskram. Mara kann damit so gar nichts anfangen, bis sie eines Tages einen sprechenden Zweig in den Händen hält.
Ja, er sprach tatsächlich und teilte ihr mit, dass sie auserwählt ist und den germanischen Gott Loki daran hindern soll, sich zu befreien.
Zusammen mit dem Professor für germanische Mythologie geht Mara auf eine gefährliche Entdeckungsreise und muss … ja tatsächlich … die Welt retten …

Als ich den Trailer zu dem Kinofilm gesehen hatte, dachte ich natürlich gleich wieder: Na, ob es als deutsche Produktion was wird. Nun konnte ich mich überzeugen und ich kann ehrlich sagen: Ja, es kann!
Denn “Mara und der Feuerbringer” ist nicht nur eine Fantasiegeschichte mit tollen germanischen Einflüssen, sondern auch ein überaus humorvoller Popcornfilm.

Was liegt da näher, als auch das Buch dazu zu lesen. Also war mein Entschluss schnell gekommen und ich wollte in die Idee hinter dem Film eintauchen.
Leider konnte mich Tommy Krappweis nicht ganz von seinem Buch an sich überzeugen, da er viele Dinge einfach übererklärt hat.
Nehme ich den Faktor, für dessen Altersgruppe dieses Buch geschrieben wurde, so komme ich zu dem Entschluss, dass es doch teilweise langweilig für die Leser erscheinen kann.

Mara ist eine tolle und sehr angenehme Protagonistin und jeder in ihrem Alter, kann sich wohl in ihre Lage versetzten. Klar ist ja, dass die Eltern in der Pubertät eh total doof sind, aber Maras Mutter ist echt eine Krönung.
Sie denkt, dass sie in ihrem Zirkel magische Fähigkeiten besitzen würde. Nun ist Mara auch nicht auf den Mund gefallen und macht ihrer Mutter auch klar, dass sie nur Anschluss, nach der Scheidung von ihrem Mann, sucht. 

Als Mara dann auch noch entdeckt, dass SIE die magischen Fähigkeiten hat, ist es gänzlich mit ihrem Verstand vorbei. Allein diese Situation ist schon ein tränendes Auge wert, denn nicht geringeres als ein Ast teilt ihr mit, dass sie, Mara Lohrbeer aus der Au, eine Seherin ist.
Erst jetzt wird der Leser bemerken, dass die Geschichte einen kleinen Schub gebrauchen wird, doch hier kommt Reinhold Weissinger großer Auftritt. Er ist ein Professor für germanische Mythologie und glaubt Mara nun wirklich kein einziges Wort.
Der Autor hat alles ganz toll verpackt und verfrachtet seine Protagonistin in einen großen Kampf, der schon seit Jahrtausenden zu toben scheint. Fern ab des normalen Lebens gibt es sie wirklich - Thor und sein Bruder Loki.

Rätsel werden gestellt, Fallen ausgelöst und Visionen führen Mara und den Professor zu des Rätsels Lösung, nur um ihnen dort noch schwierigere Aufgaben zu stellen.
Wäre da nicht diese überzogenen Erklärungen, würde der Verlauf des Leseflusses einen mitreißen und ein in sich gelungenes Buch aufzeigen.

“Mara und der Feuerbringer” ist ein unterhaltender Roman, der auch sehr lehrreich ist, aber auch witzige Seiten parat hat.



Kolibris für das Buch


Kolibris für den Film


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