24. März 2016

Jane & Miss Tennyson von Emma Mills

(Copyright: Königskinder Verlag)

Erschienen ist dieser literarische Genuss im Königskinder Verlag. Mit 474 Seiten entführt Emma Mills in Devons Welt, welche seit dem 18. März 2016 verzaubert.

Devon ist „zuverlässig durchschnittlich“ – jedenfalls würde Jane Austen sie wohl so beschreiben. Auch wenn ihr Leben durch den zugezogenen Cousin Foster etwas aus den Fugen gerät, versteht sie nicht, wie sie sich anders beschreiben soll. Für die Colleges scheint dies wichtig zu sein, aber so wirklich etwas können, davon ist Devon, ihrer Ansicht nach, Meilen entfernt.
Ezra, der aufstrebende Stern am Footballhimmel, hat da schon mehr zu bieten und betritt nun auch ihre Bühne …

Es ist schwer ein Buch zu beschreiben, dass so gut geschrieben ist und einen wahrlich vom Hocker gehauen hat.
Devon ist ein sehr arbeitsames Mädchen, aber typisch für ihre 17 Jahre ist es nicht so wirklich etwas von dem Können, das einen innewohnt, mitzubekommen. Sie hilft sehr vielen anderen Menschen, in ihrem Umfeld, merkt damit aber nicht, wie sehr sie es eigentlich liebt, zu reden und zu schreiben. Das ist ihr Talent und dennoch braucht es einen Foster, der ihr zeigt, was sie alles drauf hat.
Foster – ihn zu beschreiben könnte Jahre dauern und doch finden sich einzelne Worte, welche wohl zutreffen. Verrückt, traurig, süß und einfach nur Foster.

Er kam als ihr Cousin in die Familie und ich konnte es Devon nicht verübeln, dass sie nicht so wirklich klarkam mit der Situation, dass nun noch ein Kind von ihren Eltern bemuttert wird. Dennoch nimmt sie diese Situation auf und ist eine tolle große Schwester, wenn er auch nicht wirklich ihr Bruder ist. Nicht jedes Mädchen in ihrem Alter würde sich um einen 14 jährigen kümmern, der so manche verqueren Gedanken umsetzt.
Man kann nicht richtig hinter seine Fassaden schauen, aber Devon Tennyson scheint es mit diesen Männern aufnehmen zu wollen, denn dann kam Ezra Lynley.

Er ist der richtige Typ zum Verlieben und Schwärmen, aber nicht für tiefgründige Gespräche. So hat nicht nur Devon den ersten Eindruck von ihm gewonnen, sondern auch ich, als stiller Teilhaber, kam mit meinen Gedanken zu ihm nicht weiter.
Devons liebste Schriftstellerin, Jane Austen, hätte in ihn wohl die richtige Vorbildfigur ihres Mr. Darcy gefunden.

Im Allgemeinen empfand ich Devons Gedanken zu ihrem Leben durchaus unterhalten, und gerade die: Wie würde Jane Austen es wohl beschreiben?  - Szenen konnten zur Erheiterung beitragen.
Leider waren es aber auch die Stellen, welche mich nicht ganz packen konnten, in denen sie über Spielzüge eines Footballspiels nachdachte. Es ist schwer dies nachvollziehen zu können, wenn man nicht einmal ansatzweise etwas davon versteht.
Dennoch, Emma Mills hat eine gefühlvolle, sehr lebensnahe und überaus ansprechende Handlung gezaubert.

Jane & Miss Tennyson“ steckt voller so toller Worte, dass man aus seinen Seiten nicht mehr auftauchen möchte und die Glückshormone übersprudeln!




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