23. Mai 2016

Upside Down – Weil du mir den Kopf verdrehst von Lia Riley

(Copyright: blanvalet Verlag)

Eben erst erschienen, und schon verschlungen, ist „Upside Down – Weil du mir den Kopf verdrehst“ im blanvalet Verlag. Lia Riley erzählt auf 400 Seiten eine gefühlvolle Geschichte, mit ihren Figuren Talia und Bran.

Talia hat eine schwere Zeit hinter sich, von derer sie sich nun ablenken möchte. Ein Auslandaufenthalt in Australien soll die Wunden wieder verschließen. Doch die Ablenkung kommt nicht in Form von ihrem Studium daher, sondern als Koala.
Unter diesem niedlichen Kostüm steckt Bran, welcher fasziniert ist, von dem Anblick Talias, auch wenn er ihr dies nicht offen zeigen möchte.
Ohne es zuerst zu ahnen, entbrennt eine Freundschaft zwischen ihnen, welche immer tiefer geht und deren Anziehung sich keiner mehr entziehen möchte.
Doch Talias Zeit in Down Under ist begrenzt …

Lia Riley hat in meinen Augen eine ganz gefühlvolle Geschichte geschrieben, in der es nicht nur knistert, sondern auch einige Geheimnisse ans Licht kommen.
Wer in die Geschichte einsteigt, wird von Talia, zum größten Teil, durch diese geleitet. Sie trumpfte schon in den ersten Sätzen mit einem herrlichen Sarkasmus auf, sodass ich Talia sofort in mein Herz geschlossen hatte. Auch mit ihrer Trauer um die verstorbene Schwester hält sie nicht hinter dem Berg. Ebenso erfährt man nach und nach, wie es wirklich in ihrem Inneren ausschaut – alles andere als fröhlich.

Immer wieder glimmt diese Hoffnung einer Wandlung bei ihr auf und die Suche nach Vergessen wird immens. In all der Zeit hat sich ihr Körper verschiedene Dinge angeeignet, die sie einschränken und derer sie sich nicht so schnell entledigen kann.
Man fühlt sich so gut in ihre Figur hinein, dass man mit sprachlos wird, als Bran vor einem steht. Eine sehr merkwürdige Szene, aber der geneigte Leser dieses Genres wird sie lieben.
Auch er bekommt kleine Kapitel, in derer er zur Sprache bringen kann, was er fühlt und wie er sich in dieser geschehenen Situation so verhielt.

Wie Talia ist auch er ein „gebranntes Kind“, was Beziehungen und Liebe angeht. Seine Geheimnisse hält der Gute aber sehr gekonnt hinter dem Berg. Er verschließt sich auch gern, was zu turbulenten Szenen führt.
Dennoch begleitete ich die Zwei durch ihr Gefühlchaos sehr gern und empfand viele Szenen nicht nur als erotisch aufgeladen, sondern man wurde eingeladen in ihre Gefühlswelt eintreten zu dürfen.
Lia Riley kann es! Sie schafft es aus zwei Figuren eine Verbindung entstehen zu lassen, die einem als Leser nicht kalt lässt und an derer man sich gern zurückerinnern möchte.

„Down Under – Weil du mir den Kopf verdrehst“ steckt voller Gefühle zweier Menschen, die in ihrem kurzen Leben schon viel erlebt, aber noch nie so intensiv geliebt haben!



Keine Kommentare: