21. August 2016

Calendar Girl - verführt von Audrey Carlan

(Copyright: Ullstein Verlag)

(Achtung: Die Inhalte des Romans sind erst empfehlenswert für Leser ab 18 Jahre!)

Im Juni 2016 erschien im Ullstein Verlag der Auftakt der „Calendar Girl“ Reihe von Audrey Carlan. 368 Seiten erzählen drei Monate aus Mias Leben, welches sich komplett auf den Kopf gestellt wird.

Mia Saunders hatte nie Glück mit Männern. Durch einen Umstand mit einen dieser Herren schwebt ihr Vater nun in Lebensgefahr und nun bleibt ein riesiger Schuldenberg, welcher beglichen werden soll. Mia findet keinen anderen Ausweg, als den Weg des Escortgirl zu gehen. Zum Glück führt ihre Tante eines dieser Firmen und hat sofort eine blendende Idee. Sie soll jeden Monat einen anderen Mann zur Verfügung stehen, und kassiert dafür eine Menge Geld, welches das Leben ihres Vaters retten wird. Drei aufregende Monate liegen nun vor ihr, in der sie interessante Männer und einige heiße Nächte erleben wird …

Eine interessante Aufmachung eines Werkes, die Geschichten in Monate zu stückeln. Zwar ist es immer etwas viel, dann auf 4 Romane warten zu müssen, aber wenn die Geschichten einen gefallen, dann gelingt es vielleicht ganz gut.
Nun mit dem Einstieg von „Calendar Girl“ ist es Audrey Carlan gut gelungen, Mias Geschichten an den Leser zu bringen. Drei unterschiedliche Männer lernt man nach und nach kennen, wobei Mr. Januar einen am meisten im Gedächtnis bleibt.

Wes Channing ist ein angesehener Hollywoodautor und schon bei Mias Beschreibungen verliebt man sich mit in ihn. Er zeigt Mia von Anfang an Grenzen auf, die darauf hindeuten, dass er Gefühle genauso wenig wie sie, zulassen möchte.
Was ich ganz zerreißend in den Meinungen zu Mias „Beruf“ finde, ist dass sie sich selbst entscheiden kann, ob sie mit den Männern ins Bett geht, oder eben nicht. Denn dort verwischt die Grenze zwischen einer Begleitperson und einer „bezahlbaren Frau“. Dass man diesen Konflikt in Mia erst ganz spät mitbekommt, empfand ich sehr komisch, da es doch für viele Frauen an erster Stelle stehen würde, wenn dieses Thema zur Sprache käme.

Komplett aus dem Roman gerissen, bei dem mich der Januar sehr gut in die Geschichte einführen konnte, hatte mich dann Mr. Februar. Dieser ist ein Künstler und wird später liebevoll „Frenchie“ getauft, von der Protagonistin. Für mich als Leserin war er einfach nur komisch. Auch das ganze Zusammenspiel zwischen den beiden entpuppte sich immer mehr und mehr in Richtung Porno – einfach nicht mehr schön zu lesen. In diesen Momenten denkt man dann schon über das Zuklappen des Werkes nach, aber es gab ja noch den März.

Gerade das Märzkapitel hatte mich sehr überzeugen können, da Mia in diesem Anthony kennenlernt. Dabei entwickelt sie sich immer mehr zum Familienmenschen.
Audrey Carlan hat ein sehr sensibles Thema aufgegriffen und daraus einen guten Auftakt hinbekommen. Auch wenn manche Szenen mich nicht so abholen konnten, wie die Autorin es vorgehabt hatte, so empfand ich dennoch, dass ich, bis zu einem bestimmten Grad, gut unterhalten wurde. Und vor allem sehr gern die Fortsetzung genießen möchte.

„Calendar Girl“ nimmt den Leser mit in eine Welt, in derer sich die Protagonistin behaupten und wohlfühlen kann.





1 Kommentar:

Ruby Celtic hat gesagt…

Huhu,

das Buch hat mich von Anfang an sehr interessiert, wobei ich sagen muss das ich trotz allem bisher noch nicht zugeschlagen habe. Dennoch macht mich deine Rezi gleich nochmal mehr neugierig. :D

Liebe Grüße,
Ruby