13. Oktober 2016

Worte für die Ewigkeit von Lucy Inglis

(Copyright: Chicken House Verlag)

Schon ein paar Mal bin ich an Lucy Inglis Werk “Worte für die Ewigkeit” vorbeigegangen und nun konnte ich nicht mehr von dieser Chicken House Verlag Erscheinung lassen. Zum Glück, denn diese 400 Seiten, erschienen im September, waren einfach verzaubernd, auf ihre ruhige Weise.

Hopes Mum bringt sie schon ihr Leben lang dazu, dass zu tun, was nur sie für richtig erachtet. Hier in Montana, auf der Pferderanch merkt sie erst, was Freiheit bedeuten kann. Besonders Caleb zeigt ihr, dass es noch andere Wege im Leben gibt, die nur sie allein zu gehen vermag.

1867 sieht es für Emily nicht anders aus. Auch ihr Eltern wissen anscheinend immer, was richtig für sie ist und was eben nicht. So muss sie den weiten Weg von England nach Montana, USA, auf sich nehmen, um einen Mann zu heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Durch einen Unfall lernt sie den Einsiedler Nate kennen und erfährt durch ihn, was Freiheit und Liebe bedeutet …

Lucy Inglis hat eine tolle Art eine Geschichte wiederzugeben. Mich faszinierte an ihrem Werk “Worte für die Ewigkeit” nicht nur diese zwei Zeitstränge, welche durch ein Tagebuch miteinander verflochten sind. Sondern auch die Erzählweisen jeder Protagonistin. Emily erzählt ihre Geschichte ihrem Nate und Hope aus der uns bekannten ICH-Perspektive. So findet man sich sogleich zurecht und fühlt sich den Figuren immer sehr nahe.
Gefühle spielen in jeder Welt und Zeit eine große Rolle und genau das war es, was die Autorin transportieren kann. Angst, Liebe, Schmerz und Freiheit … egal was gerade passiert, als Leser wird man mitten hineingezogen.

Hope ist für mich genauso gestrickt wie ihr Gegenpart Emily. Auch wenn sie aus verschiedenen Zeiten sind, so steckt doch ein Teil jeder in der anderen. Beide versuchen innerlich etwas ganz anders zu sein, als nach außen hin. Dennoch ist es nicht leicht, seinen Mund aufmachen zu können und sich den Eltern entgegen zu stellen. Ich glaube, es ist egal, in welcher Zeit man hineingeboren wurde, man möchte immer seinen Eltern gefallen. Durch einen kleinen Umstand in ihren Leben beginnen dennoch beide stärker zu werden. Dieser Umstand ist die Liebe und ein Mensch, der sie dazu bringt, auch mal etwas zu wagen.
Diese Stärkenentwicklung ansehen zu können, ist besonders wichtig für mich, in solchen Büchern. Es zeigt mir, dass die Figuren bereit sind, der Geschichte zu folgen und nur so kann sie sich auch weiterentwickeln.

Die männlichen Parts in dieser Geschichte empfand ich als sehr geheimnisvoll. Besonders Nate viel mir auf, was wohl an seiner einsamen Art oder auch seine schroffe Offenheit liegt. Ein besonderer Mix, der anscheinend auch Emily so vereinnahmt hat.
Caleb hingegen weiß an bestimmten Stellen, was er möchte und was eben nicht.

Für mich hat Lucy Inglis alles in ihr Werk gepackt, was auch dort hineingehört. Ich konnte Lieben, Leiden und musste richtig weinen am Ende, weil es einfach “schön traurig” war!

“Worte für die Ewigkeit” nimmt den Leser mit auf eine Reise zwischen zwei Zeitsträngen, in denen die Protagonisten lernen ihre innere Stärke zu zeigen und sich offen für das einzusetzen, was sie wirklich wollen!





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