11. Februar 2017

Chosen - Die Bestimmte von Rena Fischer

(Copyright: Planet! Thienemann Verlag)

Erschienen im Thienemann Verlag ist Rena Fischers Debütroman „Chosen – Die Bestimmte“ mit seinem Cover ein toller Blickfang. 464 Seiten erzählt von einer Eliteschule in derer Kinder mit einer Elementaffinität ausgebildet werden.

Emma ist eine Emotionstaucherin, die Gefühle erspüren kann, doch gerade kann sie sich nicht auf diese konzentrieren, denn ihre Mutter wird ihr durch einen Verkehrsunfall genommen. Jahrelang hatte sie keine Ahnung über das Verbleiben ihres Vaters, doch durch sein plötzliches Auftauchen wird Emma in eine Welt gezogen, in derer schwer zu erkennen ist, wer Gut und wer Böse ist …

Rena Fischer hat mit ihrem Debüt großes vor, denn sie setzt eine Geschichte in Gang, die zu Beginn großes verspricht. Entführt wird der Leser durch das mit Rauchschwaden dekorierte Cover in Emmas Welt. Diese lässt einen gleich in ihre Gefühlswelt schauen, welche extrem aufgewühlt wurde.

Diesen Weg hat die Autorin gut gewählt, indem sie den Weg direkt mit Emma verbindet. Ganz umgeworfen wird Emma schon zerstörte Ordnung durch das Auftauchen von ihrem verschollenen Vater. Hier bekommt die Geschichte richtig Dampf und Stoff zum Nachdenken, denn wie würde man sich selbst fühlen, von einem Mann nach Irland mitgenommen zu werden und keinerlei Kontakt mehr zu seinen Freunden aus Deutschland aufnehmen zu dürfen?

Emma kann im ersten Moment genauso wenig reagieren, wie der Leser selbst, denn mit einem attraktiven Jungen namens Aiden konfrontiert, setzt schnell mal die Reaktionsfähigkeit aus. Doch damit nicht genug an Testosteron kommt schnell auch noch ein Bad Boy daher, in Form von Jaden, einen ehemaligen Schüler des hiesigen Eliteinternats. 

Schnell müsste einem klar sein, dass in Emmas Nähe nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann. Immer wieder ist von unterschiedlichen Bünden die Rede, welche sich schon seit ewigen Zeiten bekriegen. Die Raben gegen die Falken und jeder beginnt, um die Gunst unserer Protagonistin zu buhlen.
Als Leser gerät man schnell in ein Gefühlschaos, welches Emma überfällt und es gibt zwischendurch so ein Durcheinander, dass oben und unten schlecht zu unterscheiden wird.
Für mich hat Rena Fischer gute Ansätze für ihre Geschichte gefunden, was man ihr als Debütautorin hoch anrechnen muss, aber an manchen Stellen wäre eine gezielte Entscheidungsfindung doch manchmal gut gewesen.

„Chosen – Die Bestimmte“ setzt eine Weltmacht in Gange, gegen die unsere Protagonistin nur mit sehr viel guten Freunden sich entgegenstellen kann!



Kommentare:

Luna Pe hat gesagt…

Huhu!

Ich gebe zu, ich hab das Buch nicht gelesen, weil mich der Inhalt nicht so angesprochen hat, aber ich hab viele positive Rezensionen zu dem Buch gesehen. Und das Cover ist mir auch schon mal an einem Messestand des Verlags ins Auge gefallen, das ist schon recht auffällig mit dem Gesicht und den Rauchschwaden ... Finde es aber gut, auch mal wieder einen kritischen Gedanken dazu zu lesen, manchmal denke ich mir schon, mein Instinkt leitet mich falsch, wenn ich auf manche Sachen bewusst verzichte :D.

Liebe Grüße
Luna

dieSeitenfluesterer- unserBuchblog hat gesagt…

Hallo Luna,

ja manchmal hat man schon so ein Gefühl, aber ich habe es ja vom Verlag bekommen, da kann es einfach mal probieren :)

Liebe Grüße,
Conny