19. Mai 2017

Ein Schotte zum Frühstück von Vivien Johnson

(Copyright: forever by Ullstein)

Erschienen im forever Ullstein Verlag, ist Vivien Johnsons Werk „Ein Schotte zum Frühstück“ schon im März 2017. Seitdem kann man mit der Protagonistin auf 278 Seiten nach Schottland reisen.

Sarah und ihre Mutter Denise erfüllen sich den größten Wunsch und eröffnen in Schottland ein Bed & Breakfast.
Doch bis dahin ist ein weiter weg, denn das Anwesen muss umgebaut werden, um Platz für die Gäste zu schaffen. Der ortsansässige Handwerker Connor und dessen verwitweter Vater verdrehen schnell mit ihrem Charme den Frauen die Köpfe.
Aber das Schicksal hat für Sarah noch mehr auf Lager …

Vivien Johnson Werk startet solide, wenn auch nicht technisch gut ausgereift, in die Handlung. Sarah und ihre Mutter stehen für den Leser zuerst im Mittelpunkt und beginnen die Handlung mit dem Auszug aus ihrer Heimat Bremen.
So einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu gehen, ist riesig und zu zweit leichter zu bewältigen. Doch wie soll es in einem Liebesroman anders sein, klopft der Märchenprinzen schnell an. Die Autorin hat sich hier für Connor entschieden. Ein attraktiver, schottischer Handwerker, der sogleich einen bleibenden Eindruck bei Leser und Protagonistin hinterlässt.

Ab hier hatte ich oft meine Probleme, denn ich kam so gar nicht mit der Figur von Sarah klar. Immer wieder beschlich mich eine Kälte in ihren Szenen, was wohl aus ihren Zukunftsängsten herrührte. Aber diese Unentschlossenheit Connor gegenüber machte meine Lesefreude schnell zunichte. Auch der so aufgebaute Spannungsbogen ließ nur Enttäuschung entstehen. Denn in manchen Sequenzen zweifelt man an Sarah. Möchte sie doch keine Beziehung mit Connor, kann sie im weiteren Verlauf nicht bei einem anderen Mann ernsthaft darüber nachdenken. Wenn dies auch nur halbherzig gemeint war. Was daran so ungewollt war, frage ich mich bis heute.

Vivien Johnson hat sich redlich bemüht, die Schönheit Schottlands in ihrem Werk festzuhalten, doch die etwas gefühlskalte Protagonistin lässt die Handlung schnell abkühlen.

„Ein Schotte zum Frühstück“ schafft es durch seine unentschlossene Protagonistin nicht, Leserherzen höherschlagen zu lassen!




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