25. Juli 2017

Auf ewig dein - Time School von Eva Völler

(Copyright: one by Lübbe)

Eva Völler setzte die Geschichte ihrer Figuren Anna und Sebastiano nun in einem neuen Rahmen weiter fort. Nach ihrer „Zeitenzauber“ Trilogie geht es jetzt mit „Auf ewig dein – Time School“ wieder nach Venedig. Der one by Lübbe Verlag hat ihr 384 Seiten Werk im Juli 2017 herausgebracht.

Anna und Sebastiano haben mit ihrer Time School alle Hände voll zu tun. Ihr neuer Auftrag im Jahr 1540, am Hofe Heinrich des VIII, verlangt all ihr Können ab. Aber nicht nur die Zeitreiseschüler Fatima, Ole und Walter gilt es zu Händeln, auch bedroht ihre eigene Zukunft ihr Leben …

Ich konnte viele positive Rezensionen zu Eva Völlers Werk „Zeitenzauber“ lesen und war nun gespannt, selbst in die Welt von Anna und Sebastiano hineinfallen zu dürfen.
Da ich die Protagonisten aber noch nicht kannte, fiel es mir etwas schwer, denn es wird hier in vielen Szenen vorausgesetzt, dass man mit deren Geschichte bereits vertraut ist.
Anna und Sebastiano sind richtige Turteltauben und wahnsinnig verliebt, doch die Autorin nutz die Gunst der Stunde, um diese Liebe auf eine harte Probe zu stellen.

Besonders gefreut hatte es mich zu lesen, dass es ins Jahr 1540 zu Henry VIII. an den königlichen Hof ging. Denn mich fasziniert von jeher diese Epoche, weil dort zahlreiche Weichen gestellt worden, die unsere Zeit maßgeblich geprägt hatten, wie die Reformation.
Eine gefährliche Zeit, besonders mit Zeitreiseschülern, die sich nicht ganz so zu benehmen wissen. Hier lernt man auch gleich das Haremsmädchen Fatima und den Wikingersohn Ole kennen. Fatima war mir persönlich zu hochnäsig und machte den Männern in ihrer Umgebung immer wieder schöne Augen. Und Ole war fast wie ein Höhlenmensch, ein typischer Haudrauf der keinen Respekt vor Frauen hatte. Da war der sehr schüchterne Walter, aus der Tudorzeit, eine willkommene Abwechslung – ihn schloss ich gleich ins Leserherz.

Da die Geschichte aus Sicht von Anna erzählt wurde, lernt man diese als warmherzige, junge Frau kennen, die schon so einiges in ihrem Leben gesehen hat.
Nun haben diese Zeitreisenden die Aufgabe gewisse Taten im Zeitstrang zu verhindern, damit sich die Geschichte nicht umschreiben kann. Hier hatte ich die Hoffnung mehr kennenzulernen, als nur die Tudorzeit. Doch nach extrem langatmigen Erklärungen und kaum ein weiterkommen in der Geschichte, klappte ich am Schluss das Buch enttäuscht zu. Zwar tendiert alles auf eine Fortsetzung hin, aber man fühlte sich, als würde jemand immer wieder hin und her spulen, mal was hinzufügen und wieder laufen lassen. Was so richtig das Ziel war, das wussten meist auch die Figuren nicht.

Bei mehreren Anläufen und dem Hinzukommen neuer Nebenfiguren, hatte man das Gefühl, dass endlich etwas Spannendes passieren müsste, aber dies kam so richtig nicht in Schwung.
Auch wenn Eva Völler den geschichtlichen Ablauf beibehalten hat und für Überraschungen sorgte, so unterhielt die Geschichte auf längerer Sicht nicht.
Vielleicht wäre es hier doch besser die „Zeitenzauber“ Trilogie bereits gelesen zu haben.

„Auf ewig dein – Time School“ ist nur was für eingelesene Fans der „Zeitenzauber“ Reihe, wobei man hier mit einigen Durststrecken rechnen muss.





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