15. Oktober 2017

Wie der Wind und das Meer von Lillli Beck

(Copyright: blanvalet Verlag)

Lilli Beck´s Werk „Wie der Wind und das Meer“ erschien im September 2017 im blanvalet-Verlag. Auf 512 dramatischen Seiten erzählt sie eine berührende Geschichte.

München 1945: Paul ist nach dem letzten Bombenangriff der Alliierten nun ganz allein, doch zwischen den Trümmern entdeckt er ein Mädchen, dass seiner Halbschwester Rosalie erschreckend ähnlich sieht. Doch das Mädchen ist Sarah, ein jüdisches Mädchen, das sich mit ihren Eltern verstecken konnte. Aber Paul ist gewitzt und stellt sie allen, die ihnen über den Weg laufen, als seine Schwester vor. Doch die Zeiten ändern sich …

Bomben fallen und verängstigte Menschen klammern sich in einem Luftschutzbunker aneinander. In diesen Szenen landet man, wenn man durch das Cover von Lilli Beck´s neustem Werk „Wie der Wind und das Meer“ steigt.
Zwei Figuren bekommen ihre eigene Stimme zu dieser schlimmen Zeit, in München 1945 – Paul und Sarah. Der überaus mutige Paul, seine Sicht erzählt, wie viel der Junge bereits mitmachen und erleben musste. Nun beginnt ein wirklich großes Abenteuer, mitten in der Besatzerzone.

Doch Paul hat sein Herz am rechten Fleck und hilft so dem jüdischen Mädchen Sarah aus einer lebensbedrohlichen Situation. Fortan bekommt Sarah als Rosalie ein neues Gesicht. Mit jedem Wort fällt man immer mehr in die Nachkriegszeit hinein, denn die Autorin schafft es diese lebendig werden zu lassen. Auf überaus ernste Weise erfährt man immer mehr über die Kriegswaisen.
Mich hat Sarahs Geschichte tief ins Herz getroffen, den je mehr diese von ihren Gefühlen in sich begraben muss, umso mehr verlor sie sich in ein Leben, dass sie nie gänzlich ausfüllte.

Gerade die Liebe bringt beide Figuren in ein großes Unglück. Immer wieder fieberte und litt ich mit Sarah und Paul mit. Vergoss Tränen und freute mich ob der gestohlenen Momente, die beide immer wieder heimlich zu verbringen versuchen.
Lilli Beck schickt ihre Figuren natürlich nicht nur durch die Nachkriegszeit, sondern bis zur Wendezeit. All dies perfekt um die Figuren geformt und in deren Entwicklung eingeflochten. Auch die zwischenmenschliche Entwicklung der Figuren, deren Zwiespalt ob der Lüge, welche Sarahs Leben gerettet hatte, war ein guter Spannungsbogen, der dennoch immer das Unglück immer im Schlepptau hatte.

Die Autorin begeistert neben den Fakten und emotionalen Seiten, auch mit ihrem dynamischen Erzählstil, der keine Fragen offen lässt. Danke Lilli Beck, für diese berührende Zeitreise und zwei Protagonisten, die man einfach in sein Herz schließen muss.

„Wie der Wind und das Meer“ ist eine berührende Zeitreise, mit zwei Figuren, die zu Tränen rühren!




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