21. Oktober 2016

Vom Buch zur Serie – The Magicians

Viele von euch wissen vielleicht, wie sehr ich Serien liebe – besonders wenn sie aus einem bekannten Buch entschlüpft sind.

(Copyright: popmatters.com)

So habe ich erst kürzlich die neue US-Serie „The Magicians“ für mich entdecken können. Diese wird derzeit immer Freitag ab 20:15 Uhr auf SIXX ausgestrahlt.
Entstanden ist die Idee zur Serie durch Lev Grossmans gleichnamigen Reihe „The Magicians“. Bei uns erschienen im Fischer Verlag unter dem Titel „Fillory – Die Zauberer“.


(Copyright: Fischer Verlag)
(Copyright: en.Wikipedia.com)
In Grossmans Werk geht es um den Protagonisten Quentin Coldwater. Dieser ist ein nerdiger Außenseiter, welcher sich seit Kindheitstage für die Zauberei begeistert. Ebenso ist es das Werk „Fillory“, seines Lieblingsautors Christopher Plover, welches ihn bis zum derzeitigen Zeitpunkt begeistert.
Das Leben bieten ihm nicht viel und so ist es die Magie, die in nach Brakebills führt – eine versteckte Schule für Menschen, die eine magische Begabung haben.
Gefahren lauern überall, doch Quentins größte kommt aus seinem Lieblingsbuch, direkt aus „Fillory“.
Jeder der „Harry Potter“ liebt, wird längst nicht die Erfüllung in dieser Serie finden, aber als Serienliebhaber kann man durchaus in Quentins Welt verloren gehen.

Der Sender SyFy hat sich diesem Roman angenommen, welcher eigentlich als Jugendbuch herausgebracht wurde – diese Zielgruppe aber unter Garantie nicht ansprechen wird, da der Erzählstil von Grossman durchaus seine Eigenheiten zeigt.
Besonders gefällt mir hier das abdriften von der Buchvorlage, da diese sehr wenig Spielraum und auch spannende Erlebnisse bieten kann.
Eine Serie kann derzeit so viel mehr erreichen, als ein Film. In den einzelnen Folgen werden Figuren Stück für Stück zusammengesetzt und der Zuschauer beginnt sie ins Herz zu schließen. Bei einem Film für dieses Buch wären die Abgründe, welche sich bei den einzelnen Figuren entwickeln, wohl nie so zum Vorschein gekommen.
Auch sind es die bisher unbekannten Schauspieler, welche ihren Figuren diesen besonderen Touch verleihen.

Quentin (Copyright: serienjunkies.de)

Gerade bei Quentin Coldwaters Rolle, besetzt durch Jason Ralph, ist es fantastisch gelungen, die Unsicherheit des Protagonisten ans Tageslicht zu bringen. Jason Ralph schafft es seinen Quentin glaubwürdig herüberzubringen und den Zuschauer an der Serie zu fesseln.

Julia (Copyright: kingoftheflatscreen.com)

Als Gegenpart war wohl zu Beginn Quentins beste Freundin Julia Wickler gedacht, welche im Buch leider sehr untergeht. Stella Maeve verkörpert diese Aussätzige, welche zwar große magische Macht besitzt, aber von der Brakebills Universität nicht angenommen wird und dennoch die Zauberei nicht aufgeben möchte. Mit Julias Rolle beginnen die Produzenten eine Nebengeschichte zu erzählen, ergeht es dieser Figur doch deutlich schlecht, obwohl sie einen erfolgreichen Weg in der „normalen“ Welt vor sich hatte.

Eliot (Copyright: imdb.com)

Als Freunde bekommt Quentin eine bunter, lustige und teilweise chaotische Truppe zur Seite gestellt, die sich dennoch immer wieder aus den Gefahren herausholen – oder erst einmal hineinbringen.
Eliot Waugh (Hale Appleman) ist der „bunte Vogel“, einem guten Drink nicht abgeneigt und in den ernsten Situationen durchaus tiefsinnig. Seine beste Freundin ist Margo Hanson (Summer Bishil), welche eher der Collegequeen am nächsten kommt und einen umwerfenden Sexappeal ausstrahlt.

Margo (Copyright: simple-movie.com)

William „Penny“ Adigodi (Arjun Gupta) hingegen ist der ruhige, umwerfende Reisende, der sie einfach alle flachlegen kann. Aber trotz dieser Polarisierung eine Rolle bekommt, die sich als wichtig entwickelt.
Penny (Copyright: nola.com)

Ganz besonders gefallen tut mir derzeit Alice Quinn (Olivia Dudley), welche eine ruhige, schüchterne Schülerin ist und sich nur an der Schule angemeldet hat, um dem Tod ihres Bruders auf dem Grund gehen zu können. Immer mehr entwickelt sie eine starke Magie, die Quentin beeindruckt und einen hohen Stellenwert einnimmt.

Alice (Copyright: yeni.mobi)

Besonders erwähnenswert sind hier wohl die Specialeffekts, ohne die keine Magie wirken könnte. Die Zauber sind kompliziert und so liebevoll mit Details ausgearbeitet, dass man am liebsten diese auch lernen möchte.
Viele Gefahren lauern auf Quentin und auch wenn er weiß, wer sein Feind ist, so kann er dennoch nie vorausahnen, wann er wieder in Visier genommen wird und vor allem - warum ausgerechnet er!
Ich wünsche euch viel Spaß mit der Serie „The Magicians“ und vielleicht habe ich euch etwas neugierig darauf machen können.


Alles Liebe,
eure Seitenfluesterin

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